Klimaschutz

Keine weitere Förderung von Schneekanonen in Bayern

In den letzten neun Jahren wurden aus verschiedenen Förderprogrammen über 23 Millionen Euro in den Ausbau von Beschneiungsanlagen in den bayerischen Alpen und Mittelgebirgen investiertet, davon viele in Skigebieten, in denen die Bergstation nicht mal bei 1.200 Metern liegt. Der Klimawandel schreitet im Alpenraum deutlich schneller voran als im Rest von Bayern, deshalb kann man davon ausgehen, dass auch mit künstlicher Beschneiung der Skitourismus keine 25-30 Jahre mehr erhalten werden kann, wie es CSU und Staatsregierung immer wieder behaupten.

Da jeder Euro aber nur einmal ausgegeben werden kann, fehlen die Mittel, die jetzt in eine unwirtschaftliche Beschneiung investiert werden, für die Förderung von alternativen Konzepten für die Regionen. Deshalb haben die Grünen einen Antrag eingebracht, in dem eine Neuausrichtung der Seilbahnförderung in Bayern gefordert wird. Zukünftig soll nur noch die Erneuerung von bestehenden Liftanlagen gefördert werden, der Neubau und Beschneiungsanlagen werden ausgeschlossen. Außerdem soll der Fördersatz und die Förderhöchstsumme abgesenkt werden.

Bei der Beratung des Antrags diese Woche im Wirtschaftsausschuss haben sich CSU und Freie Wähler eindeutig für ein 'Weiter so' in der Förderung ausgesprochen. Es wird zwar immer der Zukunft des Alpentourismus das Wort geredet, aber mit neuen Seilbahnen und Schneekonen erreichen sie damit nur das Gegenteil. Damit der Tourismus in Bayern auch weiterhin erfolgreich bleibt, müssen nachhaltige, naturverträgliche Investitionen getätigt werden, so der klimapolitische Sprecher Martin Stümpfig.