Klimaschutz

Bayerischer Alpenraum: Politik am Scheideweg

München (19.4.2016/hla). Zu den Kabinettsbeschlüssen „Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum und „Verlängerung des Seilbahn-Förderprogramms“ erklärt der Fraktionsvorsitzende der bayerischen Landtags-Grünen, Ludwig Hartmann:


„Bei der Entwicklung des bayerischen Alpenraums steht die Politik am Scheideweg. Der eine Weg – der von CSU-Wirtschaftsministerin Aigner – führt durch die Erschließung aller Gipfel mit Seilbahnen und sinnlosen Investitionen zu Massentourismus und Raubbau an der empfindlichen Alpenflora und -fauna. Gleiches gilt für weitere Straßenerschließungspläne: Es werden Millionen vergeudet und Natur wird zerstört.

Aus meiner Sicht ist die Almerschließung weitgehend abgeschlossen. Deshalb führt der andere Weg durch die Sanierung und ökologische Weiterentwicklung der bayerischen Almen und Alpen zu einem zukunftsfähigen, naturverträglichen Tourismuskonzept. Das wird dann auch das Pfund sein, mit dem Bayern als attraktive Destination für naturnahen Urlaub punkten kann. Dabei ist es wichtig, Bus- und Bahnangebote anzupassen und sowohl auf die Bedürfnisse der Bevölkerung als auch der Touristen auszurichten. Wenn – wie bisher – nur zehn Prozent der Urlauberinnen und Urlauber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ist das eine Bankrotterklärung und bringt einen der schönsten Landstriche Deutschlands beim Werben um Touristen naturgemäß ins Hintertreffen. Hier liegen Potenziale für eine echte Zukunftsstrategie für unseren Alpenraum.“