Umwelt, Natur und Klima

"Sachstand Steigerwald" im Umweltausschuss

Im Umweltausschuss des Landtages wurde über den aktuellen Sachstand zum Schutz des Steigerwaldes berichtet. Dabei betonte die CSU-Umweltministerin, dass über die naturschutzfachliche Wertigkeit des Steigerwaldes keinerlei Dissens besteht. Der vom ehemaligen CSU-Landrat ausgewiesene geschützte Landschaftsbestandteil müsste aus formalen Gründen und aus Gründen der Befriedung der regionalen Bevölkerung aufgehoben werden.

Dieser einmalige Vorgang im Rahmen des bayerischen Naturschutzrechtes erforderte aber schon erhebliche rechtliche Verrenkungen um ihn begründen zu können. Letztendlich blieb nur die angeblich mangelnde optische Abgrenzbarkeit des geschützten Waldgebietes. Nachdem die Naturschutzverbände gegen die Aufhebung des Landschaftsbestandteils geklagt haben, steht ein spannendes Urteil bevor.

Die halbherzigen Versuche der CSU-Regierung den Steigerwald zum UNESCO-Welterbe zu machen, sind bei dieser Rücksichtnahme auf die diffusen und unbegründeten Ängste der örtlichen Nationalparkgegner zum Scheitern verurteilt.
„Die CSU-Staatsregierung versagt wieder einmal beim Schutz naturschutzfachlich wertvoller Buchenwälder, für deren Erhaltung Deutschland die globale Verantwortung trägt. Grundlage der Artenvielfalt im Steigerwald sind nicht zuletzt die wenigen und viel zu kleinen dort ausgewiesenen nutzungsfreien Naturwaldreservate. Dieser Schutz natürlicher Prozesse ohne forstliche Beeinträchtigung kann nicht durch das Stehenlassen einzelner Bäume, wie es das Naturschutzkonzept der Staatsforsten vorsieht, aufgewogen werden. Will man den Schutz der Biodiversität in Buchenwäldern ernsthaft umsetzen,  braucht es großflächige nutzungsfreie Flächen.“ so Dr. Christian Magerl, grüner Vorsitzender des Umweltausschusses.