Umwelt, Natur und Klima

Interpellation zur Alpenkonvention – Schutz der Alpen endlich ernst nehmen

Vor knapp 25 Jahren wurde mit der Alpenkonvention ein internationaler Vertrag zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen geschlossen. Mit einer Interpellation wollten die Grünen nun abfragen, wie die Ziele der Alpenkonvention in Bayern umgesetzt wurden.

Die Alpen sind ein einzigartiger, aber auch ein sehr sensibler Natur- und Kulturraum. Sie sind damit prädestiniert für eine nachhaltige Entwicklung, die auf die Empfindlichkeit dieser Region Rücksicht nimmt. Genau dies sollte mit der Alpenkonvention länderübergreifend erreicht werden. Die Antworten der CSU-Staatsregierung zur nachhaltigen Entwicklung in den bayerischen Alpen zeigen leider das Gegenteil. Seit 1992 wurden über 5335 Hektar neue Siedlungs- und Verkehrsflächen geschaffen. Neue Naturschutzgebiete wurden dagegen in den letzten 10 Jahren keine mehr ausgewiesen.

Ludwig Hartmann: Sonntagsreden reichen nicht!

Während die Urlauber Ruhe und urwüchsige Natur in den Alpen suchen, fördert die Staatsregierung Schneekanonen mit Millionen an Steuergeldern, statt den Tourismus auf den Klimawandel in den Alpen vorzubereiten. Auch beim Bergwald sieht man hilflos zu, wie die Sanierung des Schutzwaldes durch zu hohe Wildbestände wieder eingebüßt wird.
Nachhaltige Entwicklungen in den Alpen sind zwar durchaus vorhanden, aber entstehen meist durch lokale Akteure mit wenig Unterstützung durch die CSU-Staatsregierung.

Der Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann zieht das Resumée aus der Interpellation: „Der Alpenschutz wird in feierlichen Reden von der CSU-Staatsregierung gerne hoch gehalten, in der Realität wird er leider ignoriert.“