Religionen und Weltanschauungen

Bestattungsrecht modernisieren

Gesellschaftlicher Wandel erfordert zeitgemäßes Bestattungsrecht

Dem antiken griechischen Staatsmann Perikles wird das Zitat zugeschrieben, dass ein Volk danach beurteilt werde, wie es seine Toten bestattet. Heute könnten wir zugespitzt sagen: Der Tod formt die Kultur. Dafür gibt es viele Belege – man denke nur an das, was sich kunst- und kulturhistorisch bei den Besuchen von Grabesstätten und Friedhöfen lernen lässt.


Vieles von dem, was wir heute über Kultur, Lebensweise, Religion und Weltanschauung unserer Vorfahren wissen, wissen wir, weil wir uns mit ihren Bestattungskulturen beschäftigt haben. Die Bestattungskultur sagt viel über die Verfasstheit der Gesellschaft, über Soziologie, Kultur, die Stellung und die Selbstwahrnehmung des Individuums in einer Gesellschaft, über Religionen, Weltanschauungen und Lebensentwürfe aus. Die Menschen wollen sich auch im Tod wiederfinden. Das war schon früher so, und das ist auch heute noch so. Das Lebensende soll in gewisser Weise dem Leben entsprechen.


Pressekonferenz mit Ulrike Gote, MdL, und Dr. Thorsten Benkel (Lehrstuhl für Soziologie, Universität Passau)
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