Kultur und Heimat

Kulturinstitutionen, Künstler*innen und Kreative in Bayern sicher durch den Winter bringen!

Bitterer Status Quo: Die Kultur steht mit dem Rücken zur Wand

Theater, Kinos, Museen und Clubs – viele Kulturorte konnten im vergangenen Sommer endlich wieder die Türen öffnen. Das Publikum war froh und dankbar, wieder ein dichtes, vielfältiges Kulturprogramm erleben zu dürfen. Viele glückliche Gesichter mit leuchtenden Augen – mal mit, mal ohne Maske – waren endlich wieder landauf, landab zu sehen.

Überschattet wurde die gute Stimmung jedoch von zahlreichen Veranstaltungsabsagen: Schlechte Vorverkäufe, Personalmangel, COVID-Infektionen der Kreativen oder Backstage, steigende Kosten. Die Nachwirkungen der Pandemie und die Auswirkungen der Inflation auf die Kunst- und Kulturszene in Bayern zeigten sich früh und sind massiv. Die aktuellen Entwicklungen schüren vorhandene Existenzängste. Die ohnehin auch vor Corona mageren Rücklagen der Veranstalter*innen, der Institutionen und Kulturschaffenden sind aufgebraucht, was die Angst vor steigenden Preisen in dieser prekär beschäftigten Gruppe Soloselbstständiger noch mehr steigert, stellt aber auch bis 2020 höchst erfolgreiche Institutionen und Unternehmen vor die Frage weitermachen oder dichtmachen? Bitterer Status Quo: Die Kultur steht mit dem Rücken zur Wand.

Wir Landtags-Grüne finden: Kunst und Kultur sind auch im Freistaat originäre Ländersache. Der Kulturstaat Bayern trägt die Verantwortung für eine vielfältige Kulturszene, für die staatlichen und freien Kultur Institutionen und eine gut aufgestellte Kreativwirtschaft.  Damit ist Bayern auch für die Künstler*innen und Kreativen, die die Programme mit Leben füllen und uns alle jeden Tag mit Kultur versorgen verantwortlich. Bei der großspurigen Verkündung des bayerischen Entlastungspakets im September wurde die Kultur vom CSU-Ministerpräsident jedoch wieder einmal vergessen. Wir Landtagsgrüne mussten die Staatsregierung an die eigenen Zuständigkeiten erinnern: Mit unserem Dringlichkeitsantrag fordern wir, die Härten der Inflation im kommenden Winter mittels Hilfen auch für Kunst- und Kulturschaffende sowie den gesamten Kulturbereich abzufedern.

Und, siehe da, gute Oppositionsarbeit lohnt sich! Auf der Pressekonferenz zum bayerischen Entlastungspaket, zwei Wochen nach unserem Antrag, verkündete die CSU-FW-Staatsregierung Hilfen für die Kultur. Für uns ein voller Erfolg!

Im Ausschuss hingegen lehnten CSU und FW unsere Forderungen ab, mit Verweis auf Berlin. Klar, unsere Grüne Kulturstaatsministerin Claudia Roth macht einen exzellenten Job in Berlin. Aber ist Kultur darum in den Augen der CSU und FW jetzt keine Ländersache mehr?

Für uns Landtags-Grüne ist klar: dranbleiben! Noch gibt es keinerlei Informationen zu Umfang und Ausgestaltung des für Bayern angekündigten Rettungspakets. Wir werden der CSU-FW-Staatsregierung sehr genau auf die Finger schauen und kontrollieren, ob sie ihrer Verantwortung für Bayern gerecht wird.

Mehr Infos gibts hier!