Bildung und Wissenschaft

Heiße Luft – schlechte Luft – Polarluft

Präsenzunterricht sichern - Luftfilter zu 100% finanzieren

Heiße Luft – sind die Ansagen von Ministerpräsident Söder: „Kinder first“ und „Luftfilter in alle Klassenzimmer“, denn er setzt diese Forderungen nicht konsequent um.

Schlechte Luft – wird auch nach den Sommerferien in den Schulen herrschen, wenn nicht endlich Vorsorge für die Kinder getroffen wird, die nicht geimpft werden können. Fachleute befürchten, dass sich die Delta-Variante in der Gruppe der 12- bis 18-Jährigen ausbreitet, wenn die Schulen ohne einschneidende Schutzmaßnahmen zum Präsenzunterricht zurückkehren. Infektionen dürfen auch bei Kindern und Jugendlichen nicht riskiert werden, denn die Spätfolgen, selbst bei leichten Krankheitsverläufen, sind bisher nicht absehbar.

Polarluft – wird in den Klassenzimmern herrschen, wenn im Winter allein offene Fenster die Virenlast in den Klassenzimmern reduzieren sollen. Die kalte Schulter wird auch den Sachaufwandsträgern gezeigt, die sich aufgrund klammer Kassen eine Vollausstattung mit Luftfilteranlagen nicht leisten können. Schließlich müssen Kommunen im Nachgang auch für Folgekosten aufkommen.

In unserem aktuellen Antrag „Förderprogramm 'Luftfiltergeräte für Schulen' finanziell aufstocken“ fordern wir eine hundertprozentige Übernahme der Kosten, eine Zulassung der kostengünstigeren, wartungsärmeren und leiseren UV-C Geräte, sowie eine Handreichung mit klaren Kriterien für die Kommunen, die ihnen die Entscheidung für die passenden Geräte leichtern. Zwei Punkten unseres Antrags hat die Staatsregierung am 14.7. 21 entsprochen: UV-C- sowie ionisations- und plasmatechnische Filtergeräte sind zugelassen und eine Handreichung liegt mittlerweile vor.

Wir sehen es als Aufgabe der Staatsregierung, die Sachaufwandsträger darin zu unterstützen, den Einsatz von mobilen Luftfilteranlagen und CO2-Messgeräten entsprechend zu planen und die Schulen bedarfsgerecht auszustatten. Dies ist aus Grünen Sicht eine notwendige Investition in die Gesundheit unserer Kinder. Durch ausreichende Lüftung in Klassenzimmern werden Schülerinnen und Schüler nicht nur besser vor der COVID-19 Infektion, sondern auch vor den im Herbst und Winter üblichen Erkältungs- und Grippeinfektionen geschützt.

Bereits im August 2020 haben wir von der Staatsregierung die Prüfung und die Anschaffung mobiler Hochleistungsfiltergeräte gefordert. Neben Hygieneregeln, regelmäßigem Testen und CO2-Sensoren, sind Luftreinigungsgeräte ein weiterer Baustein, um Präsenzunterricht sicher zu gestalten, damit aus heißer Luft keine Eiseskälte wird.

Am 15. Juli wurde unser Antrag im Bildungsausschuss abgelehnt!

Zum Antrag "Förderprogramm 'Luftfiltergeräte für Schulen' finanziell aufstocken"