Umwelt | Natur
Trockenheit: CSU bleibt untätig
07. August 2026
Staatsregierung verschleppt Maßnahmen gegen Wassermangel
Zur Behauptung des Landwirtschaftsministeriums unter Ministerin Kaniber, die Bayerische Staatsregierung gehe bereits konkrete Lösungen an in Bezug auf die landesweite Trockenheit (Pressemitteilung vom 7. August 2026), erklärt Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, mit Blick auf das genannte Aktionsprogramm zu Schwammregionen:
„Was Frau Kaniber hier verkündet, ist bloß ein Ablenkungsmanöver. Die Staatsregierung hat keineswegs konkrete Lösungen parat. Im Gegenteil. Sie verschleppt alle notwendigen Maßnahmen und täuscht mit einem schwerfälligen Miniatur-Schwammregionen-Projekt große Aktivität vor.“
„Allein auf dieses kleine Projekt hatten sich 27 Gemeindeverbünde beworben, bestehend aus 321 Kommunen sowie Arbeitsgemeinschaften und Regionen, die sich dafür zusammengeschlossen haben. Aber nur zehn davon hat die Staatsregierung überhaupt berücksichtigt. Alle anderen müssen selber zusehen, wie sie zurechtkommen. Sie werden von ihrer Regierung im Stich gelassen.“
Zudem erklärt Patrick Friedl:
„Ein Aktionsprogramm zu Schwammregionen ist nett, aber in dem Fall nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Bayern braucht überall – flächendeckend – Schwammregionen, damit die Menschen ihre Lebensgrundlagen nicht verlieren und auch künftige Hitzewellen und Sturzfluten managen können. Und man muss es auch ganz deutlich sagen: Die Zeit der Evaluierung ist längst vorbei. Das Wissen ist auch in der CSU schon vorhanden! Was die Städte und Gemeinden, die Land- und Forstwirtschaft und die weiteren Akteure jetzt brauchen, ist vor allem ausreichend Geld für Fördermittel. Sie brauchen breit angelegte Hilfe – durch die Staatsregierung. Ministerpräsident Söder trägt dafür die politische Verantwortung. Er ist in der Pflicht, zu handeln!“
„Gerade jetzt, während dieser enormen Hitzewelle, ist es doch offenkundig, dass wir flächendeckend in ganz Bayern solche Schwammregionen brauchen. Aber es gibt nach wie vor kein wirksames politisches Steuerungszentrum in dieser Staatsregierung, das den Landschaftswasserhaushalt in Bayern sichtbar verbessern würde. Probleme Schönreden, das kann die CSU immer gut. Aber zu handeln, das bekommt sie nicht hin! Bald ist es dafür zu spät.“
Hier finden Sie einen Antrag der Landtag-Grünen zu dem Thema (Juni 2026), der von den Regierungsfraktionen CSU und FW abgelehnt wurde: https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP19/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000009500/0000009702.pdf
Hier finden Sie weitere Anträge und Informationen zum Thema Wasserspeicherung und Schwammregionen und -städte:
https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/bau-wohnen-denkmalschutz/was-sich-beim-bauen-und-wohnen-jetzt-aendern-muss/
https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/umwelt-natur/warnsignale-ignoriert-fluesse-in-gefahr-gruene-werfen-regierung-jahrelanges-versaeumnis-beim-gewaesserschutz-vor/
https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/umwelt-natur/ein-jahr-katastrophen-hochwasser-2024/
https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/umwelt-natur/2023/wasserschutz-in-bayern-gruene-handreichung-zur-umsetzung/
https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/umwelt-natur/2021/friedl-bayern-muss-extremwetter-vorsorge-dringend-verbessern/