Umwelt | Natur
Schulze zur Wasserknappheit: Söder bleibt unsichtbar
01. Juli 2026
Jetzt Wasser-Krisenstab einberufen
Zum Thema Wasserknappheit in Bayern erklärt Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen:
„München zeigt, wie Führung in einer Krise aussieht: die Lage klar benennen, handeln und Wasser sparen. Aus der Staatskanzlei hören wir dagegen bisher nur dröhnendes Schweigen. Markus Söder bleibt unsichtbar, während Städte und Kommunen Verantwortung übernehmen. Er muss jetzt dringend einen Wasser-Krisenstab einberufen, sich ein Bild verschaffen, wo in Bayern Wasser knapp ist, und die Kommunen mit sinnvollen Handreichungen unterstützen.
Wo die Reserven sinken, machen zeitlich begrenzte Regeln mit Augenmaß Sinn, ebenso wie der sorgsame Umgang der Menschen mit Wasser im Alltag. Für die großen Hebel ist aber die Staatsregierung verantwortlich – Bayern braucht mehr Flächen, auf denen Wasser versickert, mehr Grundwasserschutz, mehr Regenrückhalt und klare Regeln für große Wasserentnahmen. Jeder Tropfen, der im Boden bleibt, stärkt unsere Reserven.“
Hintergrund:
Beim Bayerischen Wassergesetz hat die Staatsregierung viele Möglichkeiten liegen lassen, um unser Grundwasser besser vor Entnahmen zu schützen. Das bestätigte auch eine von der Grünen Fraktion initiierte Expertenanhörung: https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/umwelt-natur/gruenen-antrag-fuer-expertenanhoerung-zur-novelle-des-wassergesetzes/
Zuvor hatten die Landtags-Grünen einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt: https://www.gruene-fraktion-bayern.de/presse/pressekonferenzen/gruener-gesetzentwurf-zur-aenderung-des-bayerischen-wassergesetzes/
Wichtig wäre auch die Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser etwa für die Bewässerung, um weniger Grundwasser zu verbrauchen. Das fordert etwa auch die Kommunale Abwasserrichtlinie der EU (KARL) – für diese sollte Bayern sich einsetzen. Die Landtags-Grünen haben dazu kürzlich einen Dringlichkeitsantrag eingebracht: https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/verbraucherschutz-tierschutz/sauberes-wasser-faire-kosten-wer-verschmutzt-zahlt/.