Standort Bayern: nachhaltig & innovativ

Transformationsprozesse in einem Halbzeugwerk

Elmar Hayn zu Gast bei Diehl Brass Solutions

Guenther Ernst (CFO) und Heinz Strobl (CEO) mit Elmar Hayn (v.l.n.r.)

  • Unternehmen: Diehl Brass Solutions Stiftung & Co. KG
  • Branche: Metallindustrie
  • Standorte: Röthenbach a. d. Pegnitz, Landkreis Nürnberger Land, Mittelfranken
  • Themen: Energiepreissituation, Transformation der Verarbeitung hin zu Klimaneutralität, Nachhaltigkeitskonzept

Unternehmensportrait: Die Firma Diehl verarbeitet am Standort Röthenbach Metall und fertigt Messinghalbzeuge mit bleifreien Legierungen. Auf dem deutschen Markt hat Diehl einen Absatz von 50% seiner Produkte. Produkte von Diehl finden sich in fast allen Geräten des täglichen Lebens (Waschmaschine, Wasserzähler). Für die Automobilindustrie fertigt Diehl Synchronringe sowie Pin Fin Kühlkörper, die für Elektromobilität benötigt werden.

Weltweit hat Diehl 16.866 Beschäftigte.; Im Bereich Metall arbeiten 2,785 Menschen, wovon 1000 auf den Standort Röthenbach a. d. Pegnitz entfallen. Pro Jahr werden dort 7 Azubis ausgebildet.


Die Firma Diehl hat Elmar Hayn zu einem Besuch eingeladen, um über die aktuelle Energiepreissituation zu sprechen. Denn die Produktion kostet sehr viel Energie und basiert großenteils auf Erdgas. Allein der Produktionsschritt der Warmformung braucht jährlich 14.000 MWh Erdgas. Die steigenden Energiepreise und vor allem der Angriffskrieg Russlands fordern ein Umdenken der Energienutzung. Konkret wurde die Bitte formuliert, sich auf politischer Ebene kurzfristig für eine Reduzierung und Deckelung der Arbeitspreise für Strom- und Gas einzusetzen.
Außerdem stellte die Firma Diehl Brass Solutions (DBS) ihre Bemühungen im Bereich der Energieeinsparung sowie der Transformation zur Nutzung erneuerbarer Energien vor.

Im Bereich der Energieeinsparung kann DBS 90% Recyclinganteil in der eigenen Wertschöpfungskette vorweisen. Auch beim Thema erneuerbare Energien gibt es vielversprechende Pläne, wie etwa den Bau einer PV-Anlage auf dem gesamten Firmengelände.

Der Besuch hat gezeigt, dass die Industrie grundsätzlich weiter und progressiver ist als die Politik der bayerischen Staatsregierung. Hier wurde die Notwendigkeit der Transformation erkannt und ein Umstieg auf grüne Energie angestoßen.

Für unsere parlamentarische Arbeit bedeutet dieser Besuch, dass die Grüne Politik die richtigen Antworten für die Wünsche der Industrie hat und der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine Wasserstoffstrategie forciert werden muss.

Wir Landtags-Grüne unterstützen wir die Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität durch den Einsatz von grünem Wasserstoff. Bis wir dieses Ziel erreicht haben, brauchen wir einen kontinuierlichen Austausch mit der verarbeitenden Industrie.