Standort Bayern: nachhaltig & innovativ

Der Weg der bayerischen Chemieindustrie in die Klimaneutralität

Katharina Schulze und Ludwig Hartmann zu Besuch bei der Initiative ChemDelta Bavaria

Katharina Schulze, Ludwig Hartmann und Michael Kellner zu Besuch bei den Mitarbeiter*innen der Initiative ChemDelta | Foto: Wacker Chemie AG

  • Unternehmen:  ChemDelta Bavaria
  • Branche: Chemieindustrie
  • Standort: Burghausen, Landkreis Altötting, Oberbayern
  • Themen: Herausforderungen und Zukunft der bayerischen Chemieindustrie

Unternehmensportrait: Das Südostbayerische Chemiedreieck ist eine Schlüsselregion der chemischen Industrie mit internationaler Bedeutung. Die rund 25 Unternehmen der chemisch- pharmazeutischen Industrie beschäftigen mehr als 20.000 Menschen.


Zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Wirtschaft und Klimaschutz Michael Kellner besuchten die beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, die Initiative ChemDelta in Burghausen. Nach einer Werksrundfahrt bei der Wacker Chemie AG und bei der OMV haben sich die Politiker*innen mit den Mitgliedern der Initative über die Herausforderungen und die Zukunft der Branche ausgetauscht. Themen waren unter anderem der Weg der bayerischen Chemieindustrie in die Klimaneutralität und der dringend damit verbundene Austausch von Wasserstoff- und Stromnetzen. Insbesondere der weitere Kapazitätsausbau der 380 kV Stromleitung und der Anschluss des Chemiedreiecks an ein Wasserstoff-Backbone waren dabei im Fokus. Auch das Ergebnis der Regionalstudie Trans4In von ChemDelta, der verschleppte Ausbau des Schienennetzes im Chemiedreieck und der geplante Ausbau regionaler regenerativer Energie waren im Gespräch. 

Katharina Schulze zum Besuch bei ChemDelta: 

„Im Chemiedreieck in Bayern ist die Innovation zu Hause, es gibt attraktive Jobs und Produkte für den Weltmarkt werden dort produziert. Ich möchte, dass Bayern auch weiterhin attraktiver Standort für eine starke Chemieindustrie bleibt! Dafür müssen jetzt von politischer und wirtschaftlicher Seite die Weichen gestellt werden.

Im gemeinsamen Austausch wurde erneut deutlich, dass die Energiewende für die Chemieindustrie entscheidend ist. Die Unternehmen arbeiten mit voller Kraft an Technologien und Projekten, um das Chemiedreieck in die Klimaneutralität zu führen. Für den notwendigen Transformationsprozess braucht es künftig jedoch große Mengen an regenerativer Energie – jetzt rächt sich, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien und Stromnetzen von der CSU-geführten Staatsregierung jahrelang blockiert wurde. Ich bin dankbar, dass das grüne Bundeswirtschaftsministerium momentan alle Hebel in Bewegung setzt, damit Standorte wie Burghausen durch den Anschluss an überregionale Wasserstoff- und Stromnetze auch künftig auf dem Weltmarkt bestehen können. Ich erwarte von der Söder-Regierung, dass auch sie hier endlich ihren Beitrag leistet.

Thema war auch der verschleppte Schienenausbau im Chemiedreieck. Es ist kaum zu glauben, dass durch die verfehlte Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte die Strecke immer noch eingleisig ist und mitten durch die Stadt führt – der Streckenausbau von München nach Burghausen muss dringend beschleunigt werden!"