Krisensicheres Ernährungssystem voranbringen

„Dass die Grüne Woche digital stattfindet, ist angesichts der kommenden Herausforderungen – Klimakrise, Artensterben, Antibiotika- und Pestizideinsatz, Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Wasserreserven, die großflächige Zerstörung von Lebensräumen – immens wichtig“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl. „Hier müssen wir endlich anpacken.“

Ein besonderer Fokus muss auf einem krisensicheren Ernährungssystem liegen. „Denn globale Produktions- und Lieferstrukturen sind einfach viel zu anfällig für Störungen. Die Antwort auf die Frage, wie wir die Welt ernähren, ist: Bio und regional“, so Gisela Sengl. „Ländliche Entwicklung und bioregionale Lebensmittelerzeugung gehören zusammen. Gerade bei dem lebenswichtigen Thema Ernährung weiter auf Export und Weltmarkt zu setzen, ist meiner Ansicht nach geradezu fahrlässig.“
 
Gisela Sengl fordert den Aufbau eines krisensicheren Ernährungssystems durch regionale und ressourcenschonende Landwirtschaft. Eine stärkere Versorgung aus regionalem und ökologischem Anbau und gemeinschaftlich getragenen Versorgungsstrukturen in der Region können mehr Resilienz in Krisensituationen schaffen und durch regionale Wertschöpfung Wirtschaftsbetriebe vor Ort stärken. „Hier in Bayern müssen wir den Ökolandbau und die Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft durch den Ausbau von regionalen Bio-Vermarktungs- und Absatzstrukturen und die Förderung einer flächengebundenen Tierhaltung konsequent fördern. Unsere bayerischen Betriebe sind sehr vielseitig und bestens dazu geeignet, diesen Wandel erfolgreich zu vollziehen.“