Verbraucherschutz | Tierschutz

Umbau der Tierhaltung und regionale Verarbeitung vorantreiben

Gisela Sengl zu Bund-Länder-Agrarministerkonferenz am 27.08.2020 in Berlin

27. August 2020

„Jetzt ist die Zeit, unsere Tierhaltung erst artgerecht umzubauen und dann die Verarbeitung und Vermarktung anzupassen“, fordert die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl zur Bund-Länder-Agrarministerkonferenz am 27.08.2020 in Berlin. „Weg von einer Tierhaltung zu Lasten der Tiere und der Umwelt hin zu hohen Tierwohlstandards und Ökohaltung.“
 
Immer lauter werden in den letzten Jahren die gesellschaftlichen Stimmen nach einer besseren Tierhaltung. „Doch Tierschutz kostet Geld.“ Die Borchert-Kommission hat bereits Empfehlungen vorgelegt, die aufzeigen, wie der Umbau der Tierhaltung und die Finanzierung gelingen können. Gisela Sengl: „Dann sollte die Söder-Regierung hier jetzt in die Gänge kommen und den Umbau der Tierhaltung staatlich vorantreiben.“
 
Die Landtags-Grünen fordern, den Fokus auf die Förderung von Ställen mit hohem Tierwohlstandards und der Ökohaltung zu legen und regionale Verarbeitungsstrukturen auszubauen. „Der respektvolle Umgang mit Menschen, Tieren und der Umwelt sollte im Zusammenhang mit der Fleischproduktion das oberste Ziel sein“, erklärt Gisela Sengl. „Der Umbau der Tierhaltung muss einher gehen mit der Förderung regionaler Vermarktung und Verarbeitung, denn nur so bleibt die Wertschöpfung vor Ort. Deshalb müssen auch die Ökomodellregionen dauerhaft gefördert werden, denn hier kommen Tier-, Umwelt-, Artenschutz und regionale Wertschöpfung zusammen.“