Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Mehr Biogerichte in den bayerischen Staatskantinen

Verkehrte Welt

Verkehrte Welt am Mittwoch, den 4. April 2019: Im Agrarausschuss eiern CSU und FW um ein klares Bekenntnis zur ökologischen Landwirtschaft herum und lehnen unseren Antrag „Mehr Biogerichte in den bayerischen Staatskantinen“  ab. Wenige Stunden später wird das Volksbegehren zum Artenschutz angenommen und in der Pressekonferenz überlegt Markus Söder, wie der biologische Anteil in bayerischen Kantinen deutlich erhöht werden kann. Was ja Inhalt unseres Antrags war. Weil wir wissen, dass die Gemeinschaftsverpflegung ein Absatzmotor für die ökologische Lebensmittelproduktion in Bayern sein kann. Und weil ökologische Landwirtschaft gut für die Artenvielfalt ist.
Gründe für die Ablehnung waren der knappe Zeitraum von zwei Jahren und dass die „regionalen Lebensmittel“ fehlten. Da half auch der Hinweis der anwesenden Ministerialrätin nichts, dass Regionalität nicht klar definiert sei, und deshalb vertraglich kaum eingefordert werden könnte, Bio dagegen schon. Wir waren auch bereit, den Zeitraum zu ändern, ohne Erfolg. Wie glaubwürdig ist also das vollmundige Bekenntnis zum Artenschutz, wenn die alten Reflexe innerhalb von CSU und FW überwiegen und sie sich weigern, gemäß Markus Söder, „neue und bessere Wege zu beschreiten“? Die meisten Bauern und Bäuerinnen sind da schon viel weiter und wissen, dass ihr Wirtschaften ökologischer werden muss, um zukunftsfähig zu sein. Mit unserem Antrag hätten wir sie gerne dabei unterstützt.