Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Bio-Verpflegung hilft Kindern beim Gesundwerden

Gisela Sengl und Rosi Steinberger kritisieren die plötzliche Abkehr von Bioverpflegung am Landshuter Kinderkrankenhaus.

Vor zehn Jahren wurde im Landshuter Kinderkrankenhaus die Umstellung auf 100% Bio-Essen beschlossen. Wie die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl nun erfahren hat, gibt es eine absolut unverständliche Kehrtwende zu 100% konventionell: „Die Umstellung auf Bioprodukte war ein Bekenntnis zu gesunder Ernährung der kleinen Patientinnen und Patienten.  Auch damals war schon klar, dass der Wareneinkauf teurer wird, aber das war es allen in der Vergangenheit auch wert."

Zehn Jahre lief das Konzept gut, das Kinderkrankenhaus St. Marien war mit seiner Bio-Verpflegung ein Vorzeigeprojekt in der Biostadt Landshut. „Dass man jetzt aus Kostengründen komplett auf konventionelle Waren zurückgreift, ist ein herber Schlag, der die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Bio komplett ignoriert", empört sich die örtliche Abgeordnete, Rosi Steinberger, die erst kürzlich das Kinderkrankenhaus besucht hat und vom Bio-Konzept begeistert war.

„Gerade für einen kirchlichen Träger passte das Gesamtkonzept in die Enzyklika, umso weniger verständlich ist, dass plötzlich ausschließlich betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen, damit bleibt das Bekenntnis zum Erhalt der Lebensgrundlagen nur eine Worthülse", wundert sich Gisela Sengl angesichts dieser Kehrtwende.

Gisela Sengl und Rosi Steinberger fordern die Klinikleitung auf, bei 100% Bio zu bleiben, denn „biologische Landwirtschaft ist in jeder Hinsicht gesundheitsförderlich und ohne eine gesunde Ernährung gibt es keine Gesundheit."