Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Agrarbericht 2018

Die aktuellen Zahlen zur bayerischen Landwirtschaft zeigen einen ungebremsten Strukturwandel. Noch immer gilt das Prinzip „Wachsen oder Weichen“. Besonders deutlich ist das in der Schweine- und Geflügelhaltung zu beobachten.

In keiner Rede zur bayerischen Agrarpolitik fehlt die Bedeutung der kleinstrukturierten Landwirtschaft, die die Kulturlandschaft bewahrt und die es zu erhalten gilt. Mit immerhin 3,5 Mrd. Euro im Jahr an Steuermitteln wird die Landwirtschaft in Bayern unterstützt. Bei 7,3 Mrd. Euro Verkaufserlösen der bayerischen Landwirtschaft ist dies ein ganz erheblicher Beitrag. Damit sollten sich eigentlich die Ziele erreichen lassen. Der Agrarbericht zeigt jedoch andere Trends auf. Ein Wachstum findet nur bei den Großbetrieben über 100 Hektar statt (+7,2% in den letzten 2 Jahren). Alle anderen Betriebsgrößen nehmen ab, darunter der typische bayerische Bauernhof mit 20 – 50 ha (-5,4%). Die Zahl der Haupterwerbsbetriebe hat in den letzten 10 Jahren um knapp ein Drittel abgenommen. Besonders deutlich sind die Werte bei der Schweinehaltung. Dort haben in 10 Jahren 81% der Betriebe aufgegeben. Der Schweinebestand ist in dieser Zeit nur um 12% gesunken., d.h. das jetzt wesentlich mehr Schweine im Stall stehen.
Einziger Lichtblick bleibt der Ökolandbau, der auf 9000 Betriebe in Bayern zugenommen hat. „Hier stimmt auch der Betriebsgewinn, der deutlich über dem der konventionellen Betriebe liegt,“ so die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl.