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Bayern ist Bremsklotz beim geförderten Wohnungsbau

29. Mai 2026

Wohnraumförderung jetzt stabilisieren

Der Rückgang bei den Förderzahlen für sozialen Wohnraum in Deutschland geht laut aktuellen Daten vor allem auf Bayern zurück. Der drastische Rückgang der Wohnraumförderung im Freistaat um 64 Prozent ist ein wohnungspolitisches Alarmsignal mit Ansage. Während bundesweit die Zahlen ohne Bayern sogar gestiegen wären, fällt der Freistaat massiv zurück.

Die Landtags-Grünen erneuern daher ihre Forderungen nach strukturellen Reformen.

Jürgen Mistol, Sprecher für Wohnen der Landtags-Grünen, erklärt:

„Dieser Einbruch kommt nicht überraschend – wir haben die Staatsregierung frühzeitig gewarnt. Statt entschlossen gegenzusteuern, hat sie wertvolle Zeit verstreichen lassen. Bayern ist mittlerweile ein Bremsklotz beim geförderten Wohnungsbau.“

Die Landtags-Grünen hatten bereits mehrfach gefordert, die Wohnraumförderung breiter aufzustellen und zusätzliche Finanzierungssäulen zu erschließen. Insbesondere muss geförderter Wohnraum stärker für privates Anlagekapital geöffnet werden. Gleichzeitig braucht es mit einem ‚Bayern-Bausparer‘ ein verlässliches Instrument, um langfristig Investitionen in bezahlbaren Wohnraum zu mobilisieren.

Jürgen Mistol:

„Wir brauchen endlich neue Wege in der Wohnraumförderung. Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss auch privates Kapital gezielt einbinden und den Menschen sichere Anreize zum Investieren geben. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch – die Staatsregierung muss jetzt handeln, statt weiter zuzusehen, wie der soziale Wohnungsbau einbricht.“

Die Grünen-Fraktion fordert die Staatsregierung auf, kurzfristig ein Maßnahmenpaket vorzulegen, das die Förderzahlen stabilisiert und den sozialen Wohnungsbau in Bayern wieder auf Wachstumskurs bringt.