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MIcrosoft-Lizenzen kosten die Staatsregierung 49 Mio. Euro

28. Mai 2026

Deal der Staatsregierung mit Microsoft ist vom Tisch

Aus einer Anfrage der Landtags-Grünen geht hervor:

Die Ausgaben der Staatsregierung für Microsoft-Lizenzen sind seit 2020 von rund 30 Millionen Euro auf rund 49 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von über 60 Prozent.

Benjamin Adjei, Sprecher für Digitales der Landtags-Grünen, sagt:

„Der Microsoft-Deal ist vom Tisch, weil der öffentliche Druck gewirkt hat. Das ist ein echter Erfolg für digitale Souveränität in Bayern. Unsere Anfrage zeigt jetzt auch, warum dieser Druck bitter nötig war: Die Ausgaben für Microsoft-Lizenzen sind seit 2020 um mehr als 60 Prozent gestiegen. Bayern bewegt sich damit faktisch in ein dauerhaftes Abo-Modell bei einem einzelnen US-Anbieter. Bei solchen Zahlen reicht kein kleines Versuchslabor mit einer Hand voll Behördenmitarbeitern aus. Bayern muss größer denken und einen Strategiewechsel hin zu einer technologisch souveränen Verwaltung anstoßen. Die Staatsregierung muss jetzt offenlegen, wie sie künftig Abhängigkeiten reduziert, Kosten kontrolliert und tragfähige Alternativen aufbaut.“ 

Die Landtags-Grünen fordern:

  • eine umfassende Analyse der digitalen Abhängigkeiten des Freistaats und daraus abgeleitet die Entwicklung einer ressortübergreifenden Strategie für digitale Souveränität; 
  • beim Aufbau eines digitalen Arbeitsplatzes konsequent mit Schleswig-Holstein und dem Bund zu kooperieren, statt teure Parallelstrukturen in Bayern aufzubauen; 
  • staatliche Vergaben Startup- und Mittelstandsfreundlicher zu gestalten, damit heimische und europäische Anbieter bei öffentlichen IT-Aufträgen endlich faire Chancen bekommen.