Umwelt | Natur

Gegen Niedrigwasser hilft kein Herumdoktern an Symptomen

12. August 2026

Lösungen müssen gesamtheitlich gedacht werden

Zur heutigen Ankündigung von Verkehrsminister Bernreiter nach der Bund-Länder-Abstimmung zu Niedrigwasser, den Ausbau der Donau beschleunigen zu wollen, erklärt Christian Hierneis, Sprecher für Umwelt:

„Flüsse tiefer zu baggern, bringt keinen einzigen Tropfen mehr Wasser. Das ist Herumdoktern am Symptom – und kann das Problem sogar verschärfen: Das Wasser schießt schneller davon, Lebensräume im Fluss gehen verloren und ein tieferes Flussbett kann wie eine Drainage wirken, die das Grundwasser aus der Umgebung zieht. Dann fehlen Wasser und Feuchtigkeit auch auf Feldern, in Auen und im schlimmsten Fall in Brunnen. Und nach dem nächsten Hochwasser liegt wieder neues Sediment in der Fahrrinne und die Bagger müssen erneut anrücken."
 

„Die wirtschaftlichen Folgen niedriger Wasserstände sind enorm. Aber eine sinnvolle Antwort muss immer das Ganze im Blick behalten: Schifffahrt, Natur und Wasserhaushalt." 

„Die Logik von CSU und CDU beißt sich in den Schwanz: Die Klimakrise bringt mehr Hitze und trockene Flüsse – und als Antwort soll noch mehr Natur unter die Baggerschaufel. Wir müssen stattdessen dafür sorgen, dass wieder mehr Wasser in der Landschaft und damit langfristig auch in unseren Flüssen bleibt: mit Schwammlandschaften, lebendigen Auen, mehr Rückhalt nach Starkregen und Lösungen für die Schifffahrt, die mit niedrigen Wasserständen klarkommen."