Pressemitteilungen

Bayern ächzt unter der Hitze: Kommunen endlich unterstützen!

Grüner Dringlichkeitsantrag im Plenum am Donnerstag, 21. Juli – Patrick Friedl fordert staatliche Förderung für Hitzeaktionspläne

„Bayern ächzt wieder im Klammergriff einer Hitzewelle. Aber die Söder-Regierung will das Problem nicht hören und nicht sehen“, sagt Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung. „Sie muss die Gefahr für Menschen und Natur endlich anerkennen, indem sie die Kommunen bei Schutzmaßnahmen umfassend und wirksam unterstützt!“ Die Landtags-Grünen fordern die Staatsregierung daher mit einem Dringlichkeitsantrag in der Plenarsitzung am Donnerstag, 21. Juli 2022, zum Handeln auf.

„Aktuell werden die Kommunen und der Gesundheitssektor in Bayern im Kampf gegen Hitze und Trockenheit von der Bayerischen Staatsregierung allein gelassen. Wir Grüne wollen eine umfassende Schutzausrüstung für Gemeinden und Städte. Dazu gehören beispielsweise Fördermittel für Hitzeaktionspläne*, für mehr schattenspendende Bäume und Pflanzen, für mehr Wasserspeicher zur Bewässerung sowie für öffentliche Trinkwasserbrunnen. Auch Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen brauchen dringend Unterstützung und es fehlen konkrete Ansprechpersonen für Kommunen sowie eine Koordination durch das Gesundheitsministerium“, macht Patrick Friedl klar. Darüber hinaus fordern die Grünen besseren Arbeits- und Katastrophenschutz und eine Task Force ‚Extrem-Hitze‘, die Evakuierungspläne für besonders gefährdete Regionen erarbeitet.

Patrick Friedl sagt: „Wir spüren kaum eine Folge der Klimakrise so deutlich wie die zunehmende Hitze und Trockenheit. Auch in Bayern verursacht sie mehr Waldbrände, mehr Kranke, mehr Tote. Es ist unverantwortlich, die Kommunen damit allein zu lassen. Der Schutz der Menschen vor Hitze und Trockenheit ist eine Mammutaufgabe für sie. Die Söder-Regierung muss hier endlich ihre Verantwortung wahrnehmen, denn die Hitze kann für viele Menschen in Bayern lebensbedrohlich werden!“

*Hitzeaktionspläne beinhalten viele Maßnahmen, um auf Hitzeereignisse zu reagieren. Dazu gehören etwa Warnsysteme, Hilfe für Risikogruppen, das Bereitstellen kühler Innenräume oder eine Stadtplanung mit mehr Bäumen und Gewässern, die Schatten spenden und kühlen.

Hintergrund: Beispiel für einen Hitzeaktionsplan: www.mannheim-gemeinsam-gestalten.de/sites/default/files/unit/files/mannheimer_hitzaktionsplan.pdf