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„Besonders das PFOA-Vorkommen im Blut von Kindern ist erschreckend“

Rosi Steinberger zum jährlichen Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) – „Die Eintragspfade der Chemikalien müssen genau untersucht werden!“

Nach dem LGL-Bericht im Umweltausschuss fordert Rosi Steinberger, Sprecherin für Verbraucherschutz, vollständige Transparenz und mehr Anstrengungen, um die Belastung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten:

„Seit vielen Jahren wissen wir, dass es Substanzen gibt, die sich in der Umwelt anreichern und gesundheitsschädlich sind. Es sind die sogenannten PFC, polyfluorierte Chemikalien, die vor allem im Raum Altötting anzutreffen sind. Aber auch viele andere Standorte wie Ansbach, Manching oder Penzing sind betroffen, weil diese Substanzen in Löschschäumen angewendet wurden, vor allem auf Flugplätzen. Das LGL hat diesen Stoffen einen Schwerpunkt gewidmet, und das zu Recht. Das Problem mit diesen Substanzen wird uns noch lange beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass es hier vollständige Transparenz gibt und alle denkbaren Anstrengungen unternommen werden, um die Belastung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.“

Im aktuellen Bericht zeigt sich, dass PFC mittlerweile überall zu finden sind – in Fischen, in Wildschweinen, im Wasser und auch im Blut der Menschen, die dieser Substanz länger ausgesetzt waren. Rosi Steinberger: „Besonders erschreckt hat mich das Vorkommen von PFOA im Blut von Kindern im Raum Altötting. Hier wurden Höchstwerte bis zu 72 Mikrogramm pro Liter gemessen. Dabei liegt der Referenzwert des Umweltbundesamts bei drei Mikrogramm. Die Eintragspfade müssen genau untersucht und die Bevölkerung über alle Erkenntnisse informiert werden!“