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Wirksamer Hochwasserschutz braucht Flutpolder als „ultima ratio“

Ludwig Hartmann warnt vor „Gutachteritis“ bei Entscheidung für Flutpolder entlang der Donau und fordert mehr Maßnahmen in der Fläche

Die aktuellen Kabinettsbeschlüsse zum Hochwasserschutz an der Donau kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Ludwig Hartmann:
„Der fortgesetzte Eiertanz der schwarz-orangen Landesregierung um die Flutpolder in der Oberpfalz geht weiter. Dabei ist klar: Flutpolder sind nur ultima ratio im Hochwasserschutz. Wir alle wollen, dass sie nicht gebraucht werden; im Fall eines Jahrhundert- oder Jahrtausendhochwassers ist es aber gut, wenn es sie gibt. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse durch die anhaltende Erdüberhitzung warne ich vor einer Gutachteritis, die wirksamen Hochwasserschutz weiter verzögert. Wirksamer als die Polder sind übrigens regelmäßige Überflutungsmöglichkeiten in der Fläche, etwa in vorhandenen Auwaldgebieten. Hier kann Wasser versickern, bevor es in unseren Städten und Gemeinden die Keller flutet – und bevor ein Flutpolder zum Einsatz kommen muss.“