Umwelt | Natur

Schutzmaßnahmen für den Kiebitz – Wiesenbrüter vor dem Aussterben retten

Christian Hierneis zu 40 Jahre EU-Vogelschutzrichtline am 2. April 2019

01. April 2019

„Nicht nur unsere Insekten sterben aus, auch immer mehr Vögel stehen seit Jahrzehnten auf der Roten Liste“, erklärt der umwelt- und tierschutzpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Christian Hierneis, zum 40. Jahrestag der EU-Vogelschutzrichtlinie am 2. April 2019. Sieben von neun ehemals weit verbreiteten Wiesenvogelarten in Bayern sind akut vom Aussterben bedroht, zwei weitere stark gefährdet.* „Vor 40 Jahren war die EU-Vogelschutzrichtlinie ein riesen Erfolg – aber offenbar nur auf dem Papier. Denn in Bayern hat sich der Negativtrend bei den Wiesenbrütern unvermindert fortgesetzt. Wo früher der Kiebitz allgegenwärtig war, herrscht heute Leere am Boden und in der Luft.“

Die Landtags-Grünen fordern, die Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Wiesenbrüter endlich konsequent umzusetzen. Christian Hierneis: „Wenn wir im Frühling wieder die Wiesenbrüter sehen und hören wollen, brauchen wir in den Vogelschutzgebieten ausreichend Grünlandanteile, eine angepasste Düngung, mehr Bewirtschaftungsruhe, dazu zusätzliche Finanzierung von Gebietsbetreuern und Monitoring sowie die staatliche Unterstützung von Wiesenbrüterhöfen, die Landwirtschaft und Wiesenbrüterschutz vereinen.“


* Laut Roter Liste vom Aussterben bedroht: Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Rotschenkel, Bekassine, Braunkelchen, Wiesenpieper, Grauammer - stark gefährdet: Wachtelkönig, Kiebitz

Den grünen Antrag finden Sie hier als PDF!