Pionierleistung im Holzbau

Ursula Sowa, Hans Urban, Christian Zwanziger in der Boulderhalle

20. November 2021

  • Unternehmen: BLOCKHELDEN
  • Branche: Sportwirtschaft
  • Standort: Bubenreuth, Landkreis Erlangen-Höchstadt, Mittelfranken
  • Themen: Bauen mit Holz, Klimaschutz

Unternehmensportrait: Die BLOCKHELDEN haben 2012 die zweitgrößte Boulderhalle Deutschlands in Erlangen eröffnet. Die beiden Gründer haben sich zum Ziel gesetzt, alles mit Holz zubauen. und toppen das nun mit dem größten in Deutschland je gebauten offenen Holzgebäude mit Personenlast, der neuen Halle in Bubenreuth bei Erlangen. Heute werden mit 56 Beschäftigten zwei Hallen an vier Standort und über 115.000 registrierten Mitgliedern betrieben. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für die BLOCKHELDEN sehr wichtige Themen und tief in der Unternehmensphilosophie verankert. Um z.B. den Plastikmüll in ihren Boulderhallen zu reduzieren, entwickelten sie den Chalkspender, um den unnötigen Verbrauch von Chalk in Einwegplastiktüten zu vermeiden.


Christian Zwanziger, Landtagabgeordneter für den Landkreis Erlangen-Höchstadt und Erlangen, freut sich nach seinem Besuch bei den BLOCKHELDEN: „Was hier in Bubenreuth trotz aller Hürden auf die Beine gestellt wird, lässt doch hoffen und zeigt was möglich ist. Mehr Holzbau ist ein Beitrag zum Klimaschutz gegenüber energieintensiven Bauweisen und solchen, die die Rechnung ohne die Folgekosten für die Umwelt machen, wenn ein Bauwerk doch mal abgerissen werden muss. Ich wünsche den BLOCKHELDEN alles Gute für die neue Halle.“

Mehr Holzbau ist aus Sicht der Landtags-Grünen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Zum einen wird Kohlenstoff lange in Holzwerkstoffen gebunden. So können die CO2-Emissionen reduziert werden. Zum anderen lässt sich Holz deutlich leichter abbauen als viele heute üblichen Baustoffe. 1.200 Kubikmeter Holz sind in der neuen Halle insgesamt verbaut worden und entziehen der Atmosphäre damit knapp 1.100 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Eine substanzielle Förderung im Rahmen einer Holzbau-Offensive hatten wir bereits im März 2021 gefordert, im Mai 2021 kündigte die Staatsregierung dann einen eigenen Fünf-Punkte-Aktionsplan an. Hans Urban, forstpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, stellt klar: "Die Holzbauinitiative und der schwache 5-Punkte-Aktionsplan der Staatsregierung bleiben weit hinter dem zurück, was nötig wäre, um Bauen mit Holz als mindestens gleichwertige Alternative zum konventionellen Bauen in die Fläche zu bringen. So braucht es neben einem dringend notwendigen Förderprogramm für Kommunen eben auch Anreize im Gewerbeholzbau, denn auch hier hat Holz großes Potential."

„Städte nachhaltig zukunftsfähig zu machen und dabei gleichzeitig den Klimaschutz zu verbessern sowie die Ressourceneffizienz zu steigern, sind Zukunftsaufgaben, die es im Freistaat in den nächsten Jahren konsequent anzugehen gilt. Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz kann bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine zentrale Rolle einnehmen“, betont Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion. „Um den Holzbau auch im Gewerbebau zu fördern, kann der „Experimentelle Gewerbebau“, analog dem Modellvorhaben „Experimenteller Wohnungsbau“ der Staatsregierung, Anreize schaffen, um neue Wege im Gewerbebau zu gehen“, fordert Sowa.