Globale Marktführer aus Niederbayern für einzigartige Lösungen in der Anlagensicherheit

Barbara Fuchs zu Besuch bei Intertec-Hess GmbH

07. September 2022

  • Unternehmen:  Intertec-Hess GmbH
  • Branche: Maschinen- und Anagenbau
  • Standort: Neustadt an der Donau, Landkreis Kelheim, Niederbayern
  • Themen: Wasserstoff, Transformation, Nachhaltigkeit/Recycling

Unternehmensportrait: Die INTERTEC-Hess GmbH ist ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Produktion von Schutzgehäusen und -vorrichtungen für technische Geräte wie z.B. Steuerungssysteme oder auch Messgeräte spezialisiert hat. Dadurch halten die Geräte nicht nur länger, auch die Wartungs- und Unterhaltungskosten werden gesenkt. Das Unternehmen wurde 1965 gegründet und hat heute etwa 220 Beschäftigte in Neustadt.


 

Joachim Hess war ursprünglich am Aufbau der Raffinerien in der Region Ingolstadt beteiligt, bemerkte aber zunehmend, dass dort Vorrichtungen zum Explosionsschutz notwendig sind. Um dieses Problem zu lösen, gründete er 1965 das Unternehmen INTERTEC-Hess. Seien es Abdichtungen, Isolatoren, Belüftungen, Kühlungen, Heizungen, oder Strahlenschutz: hier werden für jeden Bedarf abgestimmte Lösungen gefunden. Inzwischen ist das Unternehmen international mit fünf Standorten vertreten und gehört weltweit zu den führenden Anbietern.

Auch bei INTERTEC-Hess macht man sich Gedanken um bevorstehende Transformationen. Früher wurde sehr viel Metall verbaut, was in der Produktion sehr energieintensiv ist. Heute werden deutlich mehr spezielle Verbundwerkstoffe verwendet, welche eine hohe Festigkeit bei etwa einem Viertel des Gewichts aufweisen. Zur Herstellung dieser Verbundwerkstoffe können auch recycelte Kunststoffe genutzt werden, um den Bedarf fossiler Rohstoffe zu reduzieren. Bei der Entwicklung von Materialien und Produktionstechniken arbeitet das Unternehmen mit lokalen Partnern zusammen. Denn häufig müssen komplizierte Spezialanfertigungen entworfen werden.

Damit mittelständische Unternehmen wie INTERTEC-Hess die Umrüstung zur Klimaneutralität schaffen, braucht es klare Leitlinien für die Energiewirtschaft, einen ehrgeizigen Plan für den Ausbau der grünen Energie-Infrastruktur, Investitionen in die Entwicklung von Speichermöglichkeiten von Energie sowie Recycling fossiler Rohstoffe. Daher wollen wir Grüne auch regionale Wasserstoffstrategien. Es muss klare Kennzeichnungen und Vorgaben für die verschiedenen Erzeugungsmöglichkeiten von Wasserstoff geben. Die Staatsregierung muss endlich ihre Arbeit machen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranbringen. Denn ohne ausreichend grünen Strom gibt es auch keinen grünen Wasserstoff. Zusätzlich wollen wir Grüne ein Zentrum für Kreislaufwirtschaft in Bayern einrichten, um neue Technologien für Ressourcenschonung und Recycling voranzubringen und Unternehmen dabei unterstützen, diese Möglichkeiten für den Betrieb zu nutzen.