Beim Partner des MVV: Busunternehmen Geldhauser

Claudia Köhler und Dr. Markus Büchler zu Besuch beim Busunternehmen Geldhauser

20. April 2022

Unternehmensportrait: 1978 begann die Firmengeschichte des Familienunternehmens mit einigen Kleinbussen, deren Zahl inzwischen auf 380 gestiegen ist. Darüber hinaus sind 200 Omnibusse im Einsatz, z.B. auf Linien im Münchner Verkehrsverbund (MVV). Fast 800 Angestellte zählt das Unternehmen.


Geschäftsführer Martin Geldhauser tauschte sich mit den Landtagsabgeordneten über die momentanen Herausforderungen für die Branche aus und gab interessante Einblicke in die Arbeitsabläufe. Die momentanen Herausforderungen sind gewaltig für das Unternehmen. Die Akquise von Mitarbeiter*innen, auch im Ausland, gestaltet sich schwierig, da bezahlbarer Wohnraum knapp ist und darüber hinaus die Tarifkonditionen innerhalb Deutschlands extrem unterschiedlich sind. Während in anderen Bundesländern der Stundenlohn in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, hinkt die tarifliche Entwicklung in Bayern hinterher. Zudem kommen die Auswirkungen des Krieges auch bei den Busunternehmen an. Die Kosten für Diesel stiegen um über 100%, so dass Bereiche in der Branche unrentabel werden und einige Unternehmen schon Insolvenz anmelden mussten. Zwar wurde von der Staatsregierung die Dieselsoforthilfe zugesagt, allerdings nicht für alle Einsatzbereiche, die das Busunternehmen bedient. Auch der Antrieb der Zukunft wurde diskutiert. Neben der E-Mobilität setzt Geldhauser auf Wasserstoff. Den Vorteil sieht er beim Wasserstoff vor allem darin, dass vor Ort die Busse schnell betankt werden können. Im Gegensatz zu E-Bussen, die während der Ladedauer nicht nutzbar sind und als Ersatzfahrzeuge ausfallen, können Wasserstoffbusse schnell wieder einsatzfähig sein.

„Die politischen Vorgaben müssen offen sein für verschiedene alternative Antriebe. Wichtig ist, dass sie praxistauglich sind und für die Busunternehmen gut umsetzbar sind. Statt der starren Festlegung auf eine bestimmte Antriebsart sollten generelle Quoten für alle Busarten eingeführt werden, bei Low-Entry-Bussen fehlt diese noch völlig, das darf nicht sein!“ so Markus Büchler.