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Kerstin Celina zum Gehörlosengeld

20. Juli 2026

Erneute Ankündigung ohne Details

CSU und Freie Wähler haben bei ihrer Klausur erneut angekündigt, in dieser Legislaturperiode ein Gehörlosengeld in Bayern einzuführen. 

Dazu erklärt Kerstin Celina, Sprecherin für Soziales der Landtags-Grünen: 

„Es erstaunt mich, dass ein bloßes Wiederholen des Versprechens aus dem Koalitionsvertrag ohne konkrete Aussagen zum Zeitpunkt oder zum Betrag als großer Durchbruch verkündet wird. Dennoch ist es natürlich ein positives Signal, wenn sich die Fraktionsspitzen dafür einsetzen. 

Wir Grüne fordern seit 2014 ein bayerisches Gehörlosengeld und haben fast jährlich Gesetzesentwürfe und Haushaltsanträge zur Einführung eines Gehörlosengeldes gestellt, die alle von den Regierungsfraktionen abgelehnt wurden. 

Es ist kein Geschenk, sondern ein notwendiger Nachteilsausgleich und ein Zeichen von Respekt, echter Inklusion und Teilhabe und sozialer Verantwortung. 

Umso enttäuschender ist, dass die Fraktionsspitzen erneut nur eine Ankündigung machen. Wer es ernst meint, nennt einen konkreten Termin und legt wenigstens die Mindesthöhe des Gehörlosengeldes fest. Genau diese Klarheit erwarten die gehörlosen Menschen in Bayern zu Recht.“ 

Hintergrund: 

  • In sechs anderen Bundesländern gibt es bereits ein Gehörlosengeld. Bayern hinkt seit Jahren hinterher. 
  • Im aktuellen Klausurbeschluss der Regierungsfraktionen fehlen sowohl ein konkreter Einführungszeitpunkt als auch Angaben zur Höhe des Gehörlosengeldes. 
  • Die Landtags-Grünen fordern die Einführung eines bayerischen Gehörlosengeldes bereits seit 2014 – mit Gesetzentwürfen, Anträgen und Haushaltsinitiativen:
  • Auch in der 18. und 19. Wahlperiode haben die Landtags-Grünen das Gehörlosengeld kontinuierlich mit parlamentarischen Initiativen eingefordert:
  • Zuletzt haben die Landtags-Grünen 2025 einen eigenen Gesetzentwurf und im Doppelhaushalt 2026/2027 einen Haushaltsantrag zur Finanzierung eingebracht.