Soziales | Gesundheit | Pflege
Katastrophenschutz muss inklusiver werden
12. März 2026
Barrieren im Bevölkerungsschutz abbauen
Zum heutigen landesweiten Warntag kommentiert Kerstin Celina, Sprecherin für Soziales der Landtags-Grünen:
„Der Katastrophenschutz in Bayern muss inklusiver werden. Menschen mit Behinderung sind im Ernstfall besonders gefährdet – ihr Sterberisiko ist laut Studien bis zu viermal so hoch. Das muss uns aufrütteln. In allen Phasen des Bevölkerungsschutzes müssen Barrieren abgebaut werden. Wir brauchen barrierefreie Notunterkünfte, zugängliche Warn- und Informationskanäle und Evakuierungspläne, die unterschiedliche Bedürfnisse mitdenken. Ein moderner Bevölkerungsschutz bezieht Menschen mit Behinderung von Anfang an in die Planungen ein – das macht unsere gesamte Gesellschaft widerstandsfähiger.“
Hintergrund:
Insgesamt leben in Bayern zum Jahresende 2023 etwa 1, 2 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Der größte Anteil ist 65 Jahre oder älter.
Dass der Bevölkerungsschutz in Bayern zu wenig inklusiv ist, zeigt auch eine Antwort auf unsere Schriftliche Anfrage. Dabei verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention Deutschland bereits seit über 15 Jahren dazu, Menschen mit Behinderungen auch im Krisenfall eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.