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Armut trotz Arbeit ist ein politisches Problem

02. Juni 2026

Armutsbekämpfung beginnt auch bei der Kinderbetreuung

Zum heute veröffentlichten Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands erklärt Eva Lettenbauer, Sprecherin für Arbeit der Landtags-Grünen:

„Jede achte Person in Bayern ist armutsgefährdet. Besonders alarmierend ist, dass viele Betroffene arbeiten gehen – die meisten von ihnen sogar in Vollzeit. Wer arbeitet, muss von seinem Einkommen leben können. Armut trotz Arbeit ist kein individuelles Versagen, sondern ein politisches Problem. Wer arbeitet, muss von seinem Einkommen leben können.

Hohe Wohnkosten und zu niedrige Löhne bringen viele Menschen trotz Arbeit an ihre Grenzen. Deshalb ist es gerade in Bayern wichtig, dass im Niedriglohnsektor die Löhne weiter steigen und Tarifverträge für die ganze Branche gelten. Lebenslanges Lernen und die Möglichkeit für flexible Umschulungen müssen noch weiter ausgebaut werden, um Unternehmen wie Beschäftigte nicht allein zu lassen.

Armutsbekämpfung beginnt aber auch bei der Kinderbetreuung. Wer Familie und Beruf nicht vereinbaren kann, bleibt oft unter seinen Möglichkeiten. Gute Betreuungsangebote helfen deshalb nicht nur Familien, sondern stärken auch unseren Arbeitsmarkt.“