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Tragfähiges Fundament für echten Islamischen Religionsunterricht schaffen

Gabriele Triebel fordert Gleichberechtigung aller Schülerinnen und Schüler – egal welchen Glaubens

26. März 2019

 

Die Fortsetzung des Modellversuchs muss in die Einführung eines bedarfsorientierten, flächendeckenden und konfessionell gebundenen Islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach münden und damit in die Gleichberechtigung muslimischer Schülerinnen und Schüler. Denn das Recht der Religionsgemeinschaften, in den Schulen Religionsunterricht als ordentliches Schulfach abzuhalten, ist grundgesetzlich verbürgt (Art. 7, Abs. 3).

„Der konfessionell gebundene Religionsunterricht an Schulen muss für alle Kinder gleich sein – egal ob christlichen, jüdischen oder muslimischen Glaubens“, kommentiert die bildungs- und religionspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gabriele Triebel, die Entscheidung des Kabinetts, den Modellversuch zum Islamischen Religionsunterricht fortzuführen. „Wenn die schwarz-orange Landesregierung ausführt, dass der Islamische Religionsunterricht ‚seinen Fokus auf Werteerziehung im Sinne des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung legt‘ und die Schülerinnen und Schüler ‚zur Werteordnung des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung erzogen‘ werden, klingt das verdächtig nach der ‚Wertekunde‘ für Migranten-Kinder, die CSU-Ministerpräsident Söder vor knapp einem Jahr schon einmal gefordert hat – das stellt muslimische Kinder und Jugendliche unter einen Generalverdacht.“

Gabriele Triebel fordert die Gleichberechtigung aller Schülerinnen und Schüler: „Kinder und Jugendliche muslimischen Glaubens sollen die gesamte Bandbreite ihres Glaubens kennenlernen und einen persönlichkeitsbildenden und gesellschaftlich-integrativen Unterricht in deutscher Sprache besuchen, der von Lehrkräften gegeben wird, die hier in Bayern ausgebildet worden sind.“