Mobilität

Hartmann: „Bus und Bahn zu nutzen, darf nicht zur Zumutung verkommen!“

Krisengipfel zur zweiten S-Bahn-Stammstrecke – Ludwig Hartmann fordert Klarheit zu Verbesserungen im Nahverkehrsnetz

27. Juli 2022

Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Landtags-Grünen, kommentiert das heutige Treffen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Richard Lutz, zu den Kostensteigerungen und Verzögerungen bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke München:

„Es ist skandalös, dass Ministerpräsident Söder erst jetzt in die Gänge kommt und sich die Fakten zur Kostenexplosion und der enormen Bauzeitverlängerung auf den Tisch legen lässt. Das zeigt, dass der Freistaat die Kosten jahrelang nicht ausreichend überprüft, geschweige denn nachjustiert hat. Die Staatsregierung wollte ihr Prestige-Projekt auf Teufel komm raus durchdrücken. Warnungen aus dem Bauministerium an sein Haus hat Söder 2020 einfach ignoriert. Unverantwortlicher kann man kaum mit Steuergeld umgehen!“

„Wir möchten jetzt Klarheit: Welche Verbesserungen erfahren die Menschen im Nahverkehrsnetz noch in diesem Jahrzehnt? Für die Pendlerinnen und Pendler im Großraum München braucht es jetzt konkrete Maßnahmen im U-Bahn- und S-Bahn-Bereich – nicht erst Ende des nächsten Jahrzehnts. Bus und Bahn zu nutzen, darf nicht zur Zumutung verkommen. Wenn Söder so weiter macht, wird der ÖPNV-Ausbau in Bayern weiter vor sich hin stottern.“

„Mit der zweiten Stammstrecke hat die CSU blind auf das teuerste und verkehrlich unsinnigste Pferd für die Münchener S-Bahn gesetzt. Dieser politische Starrsinn gerät jetzt zum Nachteil für die Menschen, die täglich die Öffentlichen in München nutzen. Dabei zeigt uns die Beliebtheit des 9-Euro-Ticket deutlich: Die Menschen steigen gerne auf Bus und Bahn um, wenn es unkompliziert und attraktiv ist. Herr Söder muss beim ÖPNV endlich in einen Möglich-Mach-Modus kommen und eine entsprechende Finanzierung der Ausbauprojekte auf die Beine stellen!“