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Kinderschutz und längeres gemeinsames Lernen

20. Oktober 2026

Initiativen u. a. der Grünen-Fraktion im Landtag

Diesen Donnerstag, 22.10., finden im Landtag unter anderem auf Initiative der Grünen Fraktion zwei wichtige Beratungen statt:

  1. ein Bericht des Familienministeriums zur Weiterentwicklung des Bayerischen Gesamtkonzepts zum Kinderschutz

  2. eine Sachverständigen-Anhörung zum Thema Längeres Gemeinsames Lernen

Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der beiden Themen inklusive einordnender Zitate:

1. Bericht des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zum Kinderschutz in Bayern

Donnerstag, 22.10., 9:15 Uhr im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie

Wie können Kinder und Jugendliche besser vor Missbrauch geschützt werden? Wie können die Erfahrungen von Betroffenen helfen, Schutzlücken zu schließen? Darüber berichtet das Familienministerium in der dieswöchigen Ausschusssitzung. Grundlage dafür ist ein Antrag u. a. der Grünen Fraktion, der im Januar im Plenum beschlossen wurde. Insbesondere geht es darum, wie Kinderschutz auch außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe im Alltag verlässlich umgesetzt werden. Ziel muss es sein, Risiken frühzeitig zu erkennen, um Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen.

Gabriele Triebel, Sprecherin für Bildung der Landtags-Grünen, erklärt:

„Kinder und Jugendliche müssen überall sicher sein – in der Schule, im Sportverein, in der Arztpraxis. Entscheidend ist, dass Schutzkonzepte und Meldewege verbindlich sind und im Alltag funktionieren. Die Scham muss endlich die Seite wechseln. Kinder müssen sich in unserer Gesellschaft so sicher fühlen, dass sie sich trauen, die Stimme zu erheben. Und sie brauchen Menschen, an die sie sich wenden können."

„Besonders wichtig ist es uns, den Menschen zuzuhören, die selbst Missbrauch erlebt haben. Aus ihren schrecklichen Erfahrungen müssen wir lernen, um unsere Kinder noch besser zu schützen.“

2. Anhörung von Sachverständigen zum Thema Längeres Gemeinsames Lernen

Donnerstag, 22.10., 9:30 Uhr im Ausschuss für Bildung und Kultus

Schon nach der vierten Klasse entscheidet sich in Bayern, ob ein Kind auf die Mittelschule, die Realschule oder das Gymnasium wechselt. Wie sinnvoll ist dieser frühe Übertritt? Welche Rolle spielt dabei das Elternhaus? Und hätten Kinder bessere Chancen, wenn sie länger gemeinsam lernen würden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Expertinnen und Experten in einer Anhörung, die u. a. auf Initiative der Grünen-Fraktion stattfindet.

Außerdem soll es darum gehen, wie längeres gemeinsames Lernen in der Praxis funktionieren kann: Wie können Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Bedürfnissen individuell gefördert werden? Wie muss Unterricht beim längeren gemeinsamen Lernen gestaltet sein, damit alle Schülerinnen und Schüler ihr Potenzial bestmöglich entfalten können? Inwieweit ist längeres gemeinsames Lernen eine Voraussetzung für gelingende Inklusion?

Dazu Gabriele Triebel, Sprecherin für Bildung:

„Kinder sind mit zehn Jahren längst nicht fertig mit ihrer Entwicklung. Trotzdem wird in Bayern schon dann eine weitreichende Weichenstellung für ihren Bildungsweg getroffen. Und ihr Elternhaus entscheidet oft mehr als ihre Leistung. Wir wollen klären, welche Chancen darin liegen, Kinder länger gemeinsam zu unterrichten.“