Inneres | Recht
Diensten fehlt Finanzierung, nicht Freiwillige
01. September 2026
Digitale Souveränität in der Staatsverwaltung
Zum “Bayernjahr” erklärt Florian Siekmann, innenpolitischer Sprecher:
„Ich bin froh, dass sich die Regierungsfraktionen endlich von der alten Wehrpflicht-Nostalgie verabschieden und auf einen zeitgemäßen Kurs einschwenken. Es ist gut, die Breite des Engagements zu unterstützen vom Bevölkerungsschutz über soziale Träger bis zum Umweltschutz.
Gut gemeint ist aber leider noch nicht gut gemacht. Erstmal ist das Bayernjahr nur mehr ein neues Etikett für Angebote, die es bereits gibt.
Es mangelt nicht an der Bereitschaft junger Menschen Verantwortung zu übernehmen, sondern an einer verlässlichen Finanzierung der Dienste. Mit einer Million aus dem Spielgeld der Regierungsfraktionen lässt sich die Zahl der Freiwilligen nicht verdoppeln. Im Rahmen der vorhandenen Mittel, wie es im Antrag heißt, schon gleich gar nicht. Eine kraftvolle Stärkung des Bevölkerungsschutzes, die angesichts der aktuellen Bedrohungslage dringend geboten wäre, sieht anders aus. Von einer CSU, die in Berlin regiert, darf man klarere Antworten erwarten.
Die Aussagen zu neuen Anreizen bleiben vage, vor allem zu deren Finanzierung. Schon jetzt engagieren sich unzählige junge Menschen in Hilfsorganisationen, Jugendverbänden und Sportvereinen ehrenamtlich. Auch sie haben Anerkennung verdient, ob mit oder ohne weiteres Zertifikat.“