Gesundheit und Pflege

Mehr Hilfe für Betroffene von Genitalverstümmelung in Bayern

Gülseren Demirel und Eva Lettenbauer zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar: Zunahme bei Dunkelziffer zeigt, wie dringend flächendeckende Angebote benötigt werden

„Wir brauchen in Bayern zügig mehr Hilfsangebote für Betroffene“, fordert Gülseren Demirel, Sprecherin für Integration, Asyl und Flucht der Landtags-Grünen zum morgigen internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. „Nach allem was wir wissen, steigen die Fallzahlen stetig und der Bedarf an Beratung und Unterstützung ist hoch.“

Im Jahr 2020 waren schätzungsweise 12.600 Frauen in Bayern von Genitalverstümmelung betroffen, 3.300 Mädchen wurden als gefährdet angesehen, das geht aus einer Anfrage (Anhang) der Landtags-Grünen an die Söder-Regierung hervor. Eva Lettenbauer, frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen erklärt: „Niedrigschwellige und flächendeckende Präventions- und Beratungsarbeit ist hier unverzichtbar und muss weiter ausgebaut werden. Wir werden genau beobachten wie sich die geförderten Projekte in diesem Bereich entwickeln.“ Die Grünen hatten sich für mehr Engagement der Söder-Regierung stark gemacht. Durch einen fraktionsübergreifenden Landtags-Beschluss gibt es nun eine modellhafte Projektförderung für Betroffene und ihren Familien.

„Die Söder-Regierung muss jetzt ihr Versprechen einhalten und dem Landtag kontinuierlich zu diesem wichtigen Thema Bericht erstatten“, fordert Eva Lettenbauer. Gülseren Demirel macht klar: „Wir Grüne setzen uns weiter dafür ein, dass es für Fälle weiblicher Genitalverstümmelung all die Hilfsangebote gibt, die benötigt werden. Die Frauen und Mädchen sind nicht allein!“