Bayern

„Frauen stärken, unterstützen und wirksam vor Gewalt schützen“

Eva Lettenbauer fordert Studie zur Gleichstellung und Chancengerechtigkeit von Frauen während der Corona-Pandemie

„Besonders in der Krise müssen wir Frauen stärken, unterstützen und wirksam vor Gewalt schützen“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Eva Lettenbauer, zu den ersten Zahlen einer TUM-Studie zu Gewalt gegen Frauen und Kinder. Dabei zeigt sich, dass im Zuge der Corona-Krise die Gewalt gegen Frauen und Kinder in häuslicher Quarantäne deutlich gestiegen ist. Bereits zu Beginn der Corona-Krise hatte Eva Lettenbauer bei der Söder-Regierung nach den Plätzen in Frauenhäusern nachgefragt. Das CSU-Sozialministerium ging in der Antwort nicht von einem Anstieg der Anfragen nach Frauenhausplätzen aus, obwohl andere Länder auf Grund von Quarantänemaßnahmen bereits einen Anstieg an häuslicher Gewalt verzeichnet hatten. „Die Zahlen jetzt bestätigen unsere Befürchtungen.“
 
Die grüne Forderung nach ausreichend Schutzausrüstung für Jugendämter, Beratungsstellen und Frauenhäuser und die Frage „Gibt es genügend Plätze, um den Frauen und ihren Kindern Schutz zu gewähren?“ bleiben aktuell. Wichtig ist Eva Lettenbauer, generell ein größeres Augenmerk auf die Situation der Frauen in Bayern zu richten. Sie fordert daher die Entwicklung einer Studie und ein Monitoring für Bayern, um die Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf Frauen in Bayern zu untersuchen. „Wie wirkt sich die Krise auf die ökonomische Situation von Frauen und ihre gesellschaftliche Stellung aus? Wer reduzierte die Arbeitszeit und erlitt finanzielle Nachteile? Wer gab seinen Beruf auf? Wer war Opfer von Gewalt? Wer erlebte besonders große psychische Belastung?“, so Eva Lettenbauer. „Mit einer guten Datengrundlage können und müssen wir weiter an Fortschritten für die Gleichstellung von Frauen arbeiten und so Rückschritte und eine Retraditionalisierung verhindern.“ 

Zum Download: Antrag "Studie zur Gleichstellung und Chancengerechtigkeit von Frauen während der Corona-Pandemie"