Gesundheit und Pflege

Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien jetzt stärken

Grüner Dringlichkeitsantrag im Plenum am 16. Juni – Kerstin Celina fordert „breitgefächerte Unterstützung auf allen Ebenen“

Kind an der Hand

Mit einem Dringlichkeitsantrag (Anhang) in der Plenarsitzung am 16. Juni fordern die Landtags-Grünen die Stärkung der Familienberatungsstellen, Krisendienste und Nothilfehotlines, auch durch Online-Angebote und Zugriff auf Dolmetscherdienste sowohl für Fremdsprachen als auch Gebärdensprache; dazu die Gewährleistung ausreichender Beratungsangebote in den Schulen für Schüler*innen, die unter hoher psychischer Belastung stehen; die breite Thematisierung verschiedener Aspekte psychische Gesundheit und psychischer Überlastung an den Schulen mit Zeit und Raum für die Anliegen der Schüler*innen und die Durchführung der Suchtberatung für Jugendliche noch vor den Sommerferien an allen Schulen. „Kinder und Jugendliche haben massiv unter der abstrakten Bedrohung der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen gelitten“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Kerstin Celina. „Sie brauchen jetzt unsere breitgefächerte Unterstützung auf allen Ebenen, wir müssen alles daransetzen, um langfristigen und gravierenden psychischen Auswirkungen vorzubeugen.“

Laut aktuellem Barmer Arztreport stieg die Anzahl von Akutbehandlungen und Anträgen für den Beginn oder die Verlängerung einer ambulanten Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen im Jahr 2020 um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kerstin Celina: „Die Kinder, die schon vor der Corona Pandemie besonders einsam, ängstlich und traurig waren, sind jetzt noch einsamer, ängstlicher und trauriger: Sicherheit, Halt und Austausch fehlen, Depressionen und psychische Belastungen steigen. Wir müssen jetzt dringend handeln und helfen.“