Gesundheit und Pflege

Pflegeberufe stärken

Für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung

Auf Initiative der Landtags-Grünen befasste sich der Gesundheitsausschuss in dieser Woche mit zweit Anträgen zu pflegerelevanten Themen. Dabei ging es u.a. um Empfehlungen der Ergebnisse der Pflegepersonalbedarfsstudie, die durch die Vereinigung der Pflegenden (VdPB) durchgeführt wurde und um die Pflegebedarfsplanung in den bayerischen Kommunen.

Wir wollen mit dem Antrag zur Pflegebedarfsplanung diese in allen Regionen Bayerns sicherstellen. In Zusammenarbeit mit den regionalen Pflegekonferenzen und unter Beteiligung der Leistungsträger soll die Ermittlung der Bedarfe zur pflegerischen Infrastruktur vor Ort umgehend angestoßen werden, insbesondere dort, wo sie noch gar nicht umgesetzt wird. Auf Basis einer Erhebung, im Rahmen des Gutachtens für den „Bereich der Pflege für die Jahre 2025 bis 2050 in Bayern“, zeigt sich, dass 39 Kreise derzeit über keine aktuelle Planungsgrundlage im Bereich Pflege verfügen. In Anbetracht des demografischen  Wandels,  sich  ändernder  sozialer  und  familiärer Strukturen und des Fachkräftemangels ist es nicht mehr hinnehmbar, wenn in einzelnen Regionen die pflegerische Versorgung vor Ort nicht gewährleistet werden kann. Wir wollen mit einer regelmäßigen Erhebung, die vor allen Dingen in allen Regionen Bayerns umgesetzt wird und durch welche die individuellen Bedarfe ermittelt werden, die Planung in den Regionen und  die  pflegerische  Versorgungsstruktur  verbessern. Ausschlaggebend für das Gelingen ist die Stärkung der Zusammenarbeit vor Ort, zielgruppenspezifische Planung und die kontinuierliche Evaluation des Prozesses. Dabei sollen einheitliche Indikatoren für die Bedarfserhebung entwickelt und regelmäßige Erhebungszeiträume umgesetzt werden. Besonders wichtig ist ebenso, das ist auch ein Ergebnis des Gutachtens, dies auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen.

Ein weiteres brisantes Thema haben die Landtagsgrünen eingebracht. Sie fordern ein Bericht darüber, welche konkreten Veränderungsprozesse sie aus den Empfehlungen der Ergebnisse der Pflegepersonalbedarfsstudie, welche durch die Vereinigung der Pflegenden (VdPB) derzeit in den Bezirken in Bayern vorgestellt wird, in einem ersten Schritt anstoßen möchte. Ganz besonders wichtig ist dabei für uns, dass, da die Ergebnisse der Pflegebedarfsstudie Fragestellungen zu neuen Handlungskompetenzen der VdPB aufwerfen, wie bspw. die Registrierung aller in Bayern tätigen Pflegenden, für die nötige Transparenz gesorgt wird. Mit unserem Antrag fordern wir von der Söder für Aufklärung und das nicht im Hinterstübchen eine Registrierungspflicht auf den Weg gebracht wird, die die Regierung bisher so vehement abgelehnt hat. Alles andere ist kein souveräner und professioneller Umgang mit den Pflegekräften.

Beide Anträge wurden in geänderter Fassung angenommen.

Die Anträge:

Handlungsmöglichkeiten in Bayern jetzt ausschöpfen – Pflegeberufe stärken für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung

Handlungsmöglichkeiten in Bayern jetzt ausschöpfen – Steuerung der pflegerischen Infrastruktur vor Ort stärken