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Landtags-Grüne fordern mehr Investitionen in kulturelle Bildung
18. Juni 2026
Nur 25 Projekte für ganz Bayern
Bericht zum Kulturfonds am Donnerstag im Haushaltsausschuss
München (18.06.26) Knapp 750.000 Euro für kulturelle Bildung in ganz Bayern: Mit dieser Summe sollen 2026 insgesamt 25 Projekte gefördert werden. Für die Landtags-Grünen zeigt der Bericht zum Kulturfonds vor allem eines: Die Förderung hilft vor Ort, bleibt aber weit hinter dem Bedarf zurück.
Gerade einmal 23 neue Projekte und zwei Fortsetzungen werden 2026 gefördert. Gleichzeitig erhalten ganze Regierungsbezirke keine Förderung. In Unterfranken und der Oberpfalz geht kein Projekt aus dem Kulturfonds hervor.
Claudia Köhler, Sprecherin für Haushalt der Landtags-Grünen, sagt:
„750.000 Euro für kulturelle Bildung in ganz Bayern sind bei einem Staatshaushalt von rund 80 Milliarden Euro ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei den geförderten Projekten wird großartige Arbeit geleistet. Aber wir müssen uns schon fragen, warum ganze Regionen leer ausgehen und wie viele gute Ideen gar nicht erst ins Antragsverfahren kommen.“
Die Landtags-Grünen fordern, den Kulturfonds bekannter zu machen und Hürden im Antragsverfahren zu überprüfen. Wenn einzelne Regionen kaum oder gar nicht vertreten sind, muss die Staatsregierung genauer hinschauen.
Kritisch sehen die Landtags-Grünen auch, dass die Staatsregierung den Kulturfonds hervorhebt, während gleichzeitig beim Kunst- und Musikunterricht sowie bei den Musikschulen gespart wird. Kulturelle Bildung lässt sich nicht mit einzelnen Projektförderungen sichern, wenn an anderer Stelle Angebote zurückgefahren werden.
Sanne Kurz, Sprecherin für Kultur der Landtags-Grünen, mahnt:
„Der Kulturfonds darf nicht das Feigenblatt für Kürzungen an anderer Stelle sein. Kulturelle Bildung ist viel mehr als ein Fördertopf. Die Projekte vor Ort brauchen verlässliche Unterstützung, die man einplanen kann – keine Almosen. Gleichzeitig freue ich mich für jede Initiative, die jetzt Geld bekommt. Viele Kommunen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Da zählt jeder Euro.“