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Kulturfonds an die Realität der Kulturszene anpassen

30. April 2026

Wer heute Kunst fördert, muss Vielfalt ermöglichen

Zum Bericht von Kunstminister Markus Blume über die Verteilung der Mittel des Kulturfonds 2026 heute im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen erklärt Claudia Köhler, Sprecherin für Haushalt der Landtags-Grünen:

„Der Kulturfonds in seiner jetzigen Form passt nicht mehr zur Realität der Kulturszene: zu starre Kategorien, zu hohe Hürden und ganze Städte wie München und Nürnberg sind einfach außen vor – das kann doch nicht der Anspruch von Kulturpolitik sein! Wer heute Kunst fördert, muss Vielfalt ermöglichen, nicht mit Bagatellgrenzen ausbremsen. Wir brauchen einen Kulturfonds, der offen ist für neue Ideen, fair für alle Regionen und endlich so aufgestellt, dass auch kleinere Projekte und Ehrenamt einen Zugang haben.“

Konkret kritisieren die Landtags-Grünen:

  • Zu starre Spartenlogik – neue, hybride Kunstformen (Film, Medien etc.) fallen durchs Raster 
  • München und Nürnberg sind von der Antragstellung ausgeschlossen – über 2 Millionen Menschen außen vor 
  • Zu hohe Bagatellgrenzen und Eigenanteile – gerade für Projekte im ländlichen Raum kaum machbar 
  • Unflexible Fristen und Verfahren, die an der Realität vieler Kulturschaffender vorbeigehen 
  • Fehlende klare kulturpolitische Ziele – stattdessen Verteilung nach dem Gießkannenprinzip

Unsere Forderungen:

  • Öffnung des Kulturfonds für alle Regionen – auch für München und Nürnberg (gedeckelt) 
  • Mehr Flexibilität bei Förderkategorien für innovative und spartenübergreifende Projekte 
  • Absenkung von Hürden wie Eigenanteilen und Bagatellgrenzen 
  • Modernisierung der Antragsverfahren mit flexibleren Zeitfenstern 
  • Klare kulturpolitische Leitlinien statt intransparenter Verteilungspolitik