Energie | Klima

Zugpferd Windenergie wiederbeleben

Martin Stümpfig: „Wir müssen den beispiellosen Rückgang der Erneuerbaren Energien in Bayern sofort aufhalten“

14. Februar 2020

„Wir müssen den beispiellosen Rückgang der Erneuerbaren Energien in Bayern sofort aufhalten“, fordert der energiepolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig. Denn erstmals in der Geschichte der Energiewende in Bayern geht der Pfeil der Erneuerbaren nach unten. Neue Zahlen des Wirtschaftsministeriums* ergeben, dass im Jahr 2018 die Stromproduktion aus Sonne, Wind & Co. um 0,8 TWh im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist – ein Minus von zwei Prozent. Auch wenn noch nicht alle Zahlen aus den anderen Bundesländern vorliegen, dürfte dies aller Voraussicht nach bundesweit ein einmaliger Vorgang sein. „Mit dem CSU-Windkraftverhinderungsgesetz 10H und den ständigen Attacken auf die EEG-Förderung von Sonnenstrom seit 2014 kann diese tragische Entwicklung niemanden überraschen.“ Dazu kommt, dass die Erdüberhitzung spürbar wird und durch lange Trockenphasen die Stromerzeugung aus der traditionell starken Wasserkraft eingebrochen ist. Martin Stümpfig: „Wir ernten heute das, was Seehofer, Söder und die CSU in Bayern und im Bundestag in der Vergangenheit gesät haben.“

Während die Erneuerbaren im selben Zeitraum trotz der widrigen Umstände bundesweit um knapp vier Prozent und beispielsweise in Baden-Württemberg um fast sechs Prozent gestiegen sind, „verlässt sich die Söder-Regierung auf immer mehr Importstrom, der unsere bayerische Klimabilanz zusehends verschlechtert“, so Martin Stümpfig. „Die Gesellschaft demonstriert für mehr Klimaschutz und die Söder-Regierung legt die Hände in den Schoß.“

Martin Stümpfig wird am Donnerstag, 20. Februar 20, einen umfassenden Antrag in den Wirtschaftsausschuss einbringen, um das „Zugpferd Windenergie zum Nutzen des Freistaats wiederzubeleben“.

*https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwi/Publikationen/2020/Energiedaten-Bayern-kompakt.pdf