Energie | Klima

Desaster für den Klimaschutz und Kostenfalle für die Menschen

25. Februar 2026

Landtags-Grüne zur geplanten GEG-Änderung

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, kommentiert die Plänen der Regierungsfraktionen im Bund bezüglich des Gebäudeenergiegesetzes (GEG): 

„Union und SPD legen die Axt ans Gebäudeenergiegesetz – das ist ein Desaster für den Klimaschutz und eine unberechenbare Kostenfalle für die Menschen in Bayern. Denn die Leute hier wollen sauber heizen. Der Freistaat profitiert mit am meisten von den Fördergeldern. Das GEG hat endlich klare Regeln, transparente Förderbedingungen und echte Planungssicherheit gebracht. 2025 waren Wärmepumpen die meistverkaufte Heizungsart – weil es wirkt. 

Wer das nun kassiert und stattdessen auf vermeintliche ‚Grüngase‘ setzt, verkauft eine Scheinfreiheit. Diese Gase bleiben knapp und teuer – am Ende zahlen Hausbesitzer, Mieter und unser Mittelstand die Rechnung. Und die fossile Lobby lacht sich ins Fäustchen.

Gerade Bayern mit seiner starken Heizungsindustrie und seinem innovativen Handwerk braucht stabile Rahmenbedingungen statt politischem Zickzack. 

Echte Technologieoffenheit heißt: die günstigsten und saubersten Lösungen voranbringen und eben das, was die Menschen wollen. Markus Söder beweist einmal mehr, wie man schlechte Politik macht – indem er ein erfolgreiches Gesetz zurückdreht, nur weil es von den Grünen kommt.“ 

Martin Stümpfig, Sprecher für Energie, sagt: 

„Die Grüngasquote ist keine soziale, günstige oder ökologische Lösung, sondern verschärft das Problem massiv. Grüner Wasserstoff ist viel zu wertvoll, um verheizt zu werden, und wird in der Industrie benötigt. Auch teures Biomethan ist keine Lösung: Schon heute werden in Bayern rund 11 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für Energiepflanzen genutzt. Um eine Grüngasquote zu erfüllen, ist eine Vervielfachung der Biomethanproduktion notwendig. Der Druck auf unsere Felder steigt somit enorm – zulasten von Lebensmitteln, Artenvielfalt und Pachtpreisen. 

Statt Flächenkonkurrenz anzuheizen und fossile Abhängigkeiten zu zementieren, sollten wir auf effiziente, bezahlbare Wärmepumpen setzen. Das ist günstiger für die Haushalte – und klüger für unser Land.“