Bildung | Wissenschaft

Landtags-Grüne mit 3.000-Stellen-Paket für Bayerns Schulen

27. Februar 2026

Statt Mangelverwaltung mit Ansage

Bayerns Schulen brauchen keinen „Not-Stundenplan“, sondern auskömmliche Unterrichtsversorgung. Wenn die Staatsregierung bei steigenden Kinderzahlen ein Stellenmoratorium verhängt und dann Mehrarbeit, größere Klassen und weniger Angebote als „Lösung“ verkauft, ist das keine Bildungspolitik – das ist Mangelverwaltung mit Ansage. Die Leidtragenden sind Kinder, Eltern und Lehrkräfte.  

Die Landtags-Grünen legen deshalb als Änderungsantrag zum Doppelhaushalt 2026/27 einen klaren Gegenentwurf vor: 3.000 zusätzliche Lehrkräftestellen – 1.925 Stellen 2026 und 1.075 Stellen 2027 – gezielt dort, wo der Druck am größten ist.  

Konkret, finanzierbar, wirksam – das ist der Grünen-Vorschlag im Detail: 

  1. Fokus Mittelschule: Mindestens 500 zusätzliche Stellen für Mittelschulen – die Schulart, die vom Lehrkräftemangel besonders hart getroffen ist.
  2. Entlastung der Schulleitungen: 100 Stellen für Grund-, Mittel- und Förderschulen zum Abbau der Unterrichtsverpflichtung von Schulleitungen – damit Leitung wieder pädagogisch möglich ist und nicht im „Nebenjob“ läuft. 

Bemerkenswert ist auch: Bereits im Dezember 2024 haben die Landtags-Grünen vor schwerwiegenden Folgen des Stellenmoratoriums gewarnt und gefordert, den versprochenen Stellenzuwachs bei Lehrkräften umzusetzen. CSU und Freie Wähler wiegelten ab (siehe Ausschussprotokoll). 

Statement: 

Gabriele Triebel, Sprecherin für Bildung der Landtags-Grünen: 

„Das von Markus Söder verhängte Stellenmoratorium ist ein Sparbeschluss auf dem Rücken unserer Kinder – am Ende zahlen die Familien den Preis. Und das alles vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen in Bayern steigen und wir nach wie vor einen von der Regierung verursachten Lehrkräftemangel haben! 

Uns Grünen liegt die Zukunft unserer Kinder am Herzen. Es braucht also nicht weniger, sondern mehr Lehrerinnen und Lehrer. Wir fordern 3000 neue Lehrkräftestellen für den aktuellen Doppelhaushalt, davon allein knapp 2000 für das laufende Jahr. Denn wenn Klassen größer werden und AGs und Wahlfächer unter den Tisch fallen, ist nicht nur ein lebendiges Schulleben in Gefahr – wir entziehen den Kindern damit auch wichtige soziale und emotionale Entwicklungsmöglichkeiten.“ 

Hinweis: 

Außerdem fordern die Landtags-Grünen in ihrem Änderungsantrag eine Qualitätsoffensive gebundener Ganztag:  Mindestens 325 Stellen für Grund- und Förderschulen, um den gebundenen Ganztag zu stärken: jeweils +3 Lehrerwochenstunden für eine hochwertige pädagogische Umsetzung – gerade mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026.