Bildung | Wissenschaft

Landtags-Grüne fordern Bericht zu Studierendenwohnheimen

11. Februar 2026

Antrag in der Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst

München (11.2.26/fsa) „Dass es in Bayerns Hochschulen hineinregnet, wissen wir seit Längerem. Dass nun selbst studentischer Wohnraum in einem gesundheitsgefährdenden Zustand ist, zeigt, wie sehr Anspruch und Realität der Staatsregierung auseinanderklaffen. Die viel beschworene Hightech-Fassade bröckelt nicht nur – sie schimmelt“, warnt Verena Osgyan, Sprecherin für Wissenschaft und Hochschulen. 

Angesichts der bekannt gewordenen Missstände in Wohnanlagen des Studierendenwerks München bringen die Landtags-Grünen in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst einen Berichtsantrag ein. Ziel ist es, die Zustände umfassend aufzuklären und die Verantwortung des Wissenschaftsministeriums transparent zu machen.

Schimmelbefall, unzumutbare Wohnbedingungen und ein auffälliges Zögern bei wirksamen Maßnahmen: Die aktuellen Berichte werfen ein Schlaglicht auf strukturelle Probleme im Verantwortungsbereich des Wissenschaftsministeriums. Für die Landtags-Grünen ist klar: Die Staatsregierung – und insbesondere Wissenschaftsminister Markus Blume – werden ihrer Aufsichtspflicht nicht gerecht.

Im Zentrum der Vorwürfe steht das Studierendenwerk München. Bereits in der Vergangenheit gab es öffentliche Beschwerden über Zustände in Wohnheimen sowie Kritik an mangelnder Transparenz und Kommunikation. Statt strukturelle Probleme konsequent anzugehen, entsteht zunehmend der Eindruck, dass mediale Beschwichtigung Vorrang vor nachhaltigen Lösungen hat. „Das Wissenschaftsministerium ist Rechtsaufsicht über die Studierendenwerke. Wer hier wegschaut, trägt politische Verantwortung für diese Zustände. Minister Blume muss jetzt handeln – nicht moderieren und nicht beschwichtigen, sondern eingreifen“, so Verena Osgyan.

Die Grüne Landtagsfraktion fordert ein sofortiges Einschreiten des Wissenschaftsministeriums, eine lückenlose Aufklärung der Missstände sowie klare und verbindliche Vorgaben für die Studierendenwerke zur Sicherstellung menschenwürdiger und gesundheitlich unbedenklicher Wohnbedingungen. „Wer sich mit Hightech-Agenda und Exzellenz schmückt, darf Studierende nicht auf schimmligen Matratzen schlafen lassen“, betont Verena Osgyan abschließend. „Das ist keine Randfrage, sondern eine Frage von Verantwortung, Gesundheit und Glaubwürdigkeit staatlichen Handelns.“