Danone-Schließung: Chance für regionale Genossenschaft

Ein „Schreckensszenario für 300 Milchviehhalterinnen und -halter im Großraum Rosenheim“ nennt die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl, die Schließung des dortigen Danone-Standorts. "Die Betriebe und die Politik müssen gemeinsam eine Möglichkeit suchen, den Standort zu erhalten. Denn wenn man Regionalität ernst nimmt, ist klar: Wir brauchen auch regionale Verarbeitungsstandorte für unsere regional erzeugten Produkte.“

Die CSU/FW-Regierung könne jetzt ihr ernsthaftes Interesse an der Förderung regionaler Lebensmittel beweisen. „Hierfür brauchen wir eine funktionierende regionale Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung“, unterstreicht Gisela Sengl, die gleichzeitig den Landkreis in der Pflicht sieht. Der müsse tätig werden und die Milchviehbetriebe politisch begleiten und unterstützen.

„Ich sehe die realistische Möglichkeit, eine eigene Genossenschaft zu gründen und eine starke Regionalmarke zu schaffen“, so Gisela Sengl. Für den renovierungsbedürftigen Standort könnte Rosenheim eventuell staatliche Fördermittel erhalten. „Das sollten wir als verantwortliche Politikerinnen und Politiker aus der Region anstreben und unsere Milchbauern ermutigen, selbst aktiv zu werden“, fordert Gisela Sengl. „Ihr habt ein tolles Produkt, das viel mehr Wertschätzung verdient, als es in der Massenverarbeitung erfährt!“