Umwelt, Natur und Klima

CSU strebt umweltschädliche Verdoppelung des Chlorid-Orientierungswerts an

„Salz gehört auf die Brezn, aber nicht in die Isar!“ Klare Ansage des umweltpolitischen Sprechers der Landtags-Grünen und Vorsitzenden des Umweltausschusses, Dr. Christian Magerl. Er fordert die bayerische CSU-Regierung deshalb auf, den gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Sachsen gestarteten Bundesrats-Vorstoß zur Verdoppelung des Chlorid-Orientierungswerts in Oberflächengewässern zu stoppen. „In der Bundesratssitzung an diesem Freitag ist Gelegenheit, den umweltschädlichen Antrag zurückzuziehen“, so Christian Magerl.

Die Bemühungen der CSU laufen darauf hinaus, den Orientierungswert für Chlorid auf 400 mg/l festzusetzen. „Das entspräche fast einem Pfund Kochsalz auf einen Kubikmeter Isarwasser“, rechnet Christian Magerl vor, „und hätte massive Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt in bayerischen Gewässern. Eine solche Aufweichung eines wichtigen Umweltstandards für unsere Flüsse und Seen wäre fatal und ist durch kein wirtschaftliches Interesse zu rechtfertigen.“ Zum Vergleich: Der aktuelle Chlorid-Wert der Isar am Messpunkt Praterinsel liegt bei 8,4 mg/l, der bisherige Maximalwert für „guten ökologischen Zustand“ ist mit 200 mg/l festgesetzt.