Umwelt, Natur und Klima

Beschneiung in Bayern

Das Umweltministerium berichtete im Umweltausschuss über die Auswirkungen der künstlichen Beschneiung. Dabei wurde der schriftliche Bericht, der von der CSU-Landtagsfraktion kritisiert wurde, inhaltlich deutlich weichgespült.

So war im Bericht noch zu lesen, dass Beschneiungsanlagen das Landschaftsbild beeinträchtigen und bei der Verlegung von Leitungen schwere Baumaschinen eingesetzt werden, die gerade in höheren Lagen Humusschicht, Bodenleben sowie Pflanzen- und Tierwelt viele Jahrzehnte schädigen. Im Umweltausschuss sprachen die Vertreter des Umweltministeriums plötzlich von kleinen Baumaschinen, die  kaum Einfluss auf die Vegetation hätten. War im Bericht der Einfluss der Beschneiung auf die Vegetation in Lagen über 1400m noch gravierend, blieb davon im mündlichen Bericht im Ausschuss nur mehr übrig, dass künstliche Beschneiung die Vegetation vor den Skikanten schützt. Warum angesichts des Klimawandels Wasserentnahmen für Beschneiungen grundsätzlich auf 30 Jahre genehmigt werden, konnte nicht schlüssig begründet werden. Auch die Umsetzung eines Rückbaus der Beschneiungsanlagen nach Nutzungsende blieb nebulös.
Der Vorsitzende des Umweltausschusses Dr. Christian Magerl dazu: „Es ist schon erstaunlich in welch kurzer Zeit hier eine Einflussnahme des Wirtschaftministeriums die fachlich begründete schriftliche Stellungnahme des Umweltministeriums dahinschmelzen lässt. Etwas mehr Rückgrat stünde dem Umweltministerium gut an.“

Bericht zum Download