Flugverkehr und Dritte Startbahn

Keine 3. Startbahn am Münchner Flughafen!

Mit einer selbst für hiesige Verhältnisse selten peinlichen Kombination aus Arroganz und Ignoranz hat die CSU-Mehrheit im Bayerischen Landtag eine Petition endgültig abgelehnt, mit der 82.000 Menschen gefordert hatten, alle Bemühungen, eine dritte Start- und Landebahn für den Flughafen München zu bauen, umgehend einzustellen. Nach den aktuellen Zahlen und Angaben der Flughafenbetreiber und der Deutschen Flugsicherung wird der Flughafen München, wenn überhaupt, frühestens nach 2030 an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.

Es besteht also keinerlei Grund für diesen Bau, der 1000 Hektar Vogelschutzgebiet unter Beton verschwinden lassen und viele Menschen die Heimat kosten würde.

Abgelehnt wurde im Haushaltsausschuss außerdem unser Antrag, der zum Ziel hatte, Im Aufsichtsrat  bzw. über die Gesellschafterversammlung sicherzustellen, „dass die Flughafen München GmbH (FMG) nicht in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird und dass sämtliche Bestrebungen der Geschäftsführung der FMG, einen Börsengang vorzubereiten oder zu planen, unverzüglich eingestellt werden.“

Hintergrund war eine europaweite Ausschreibung der Flughafen München GmbH (FMG), in der es um die Erstellung der Jahresabschlüsse 2016 bis 2020 ging und in der es u.a. hieß: „Innerhalb des Vergabezeitraums ist von einem Börsengang der FMG (IPO) auszugehen.“ Brisant ist ein solcher Schritt vor allem deshalb, weil mit diesem Trick der Münchner Bürgerentscheid gegen die 3. Start- und Landebahn ausgehebelt werden könnte. Abgelehnt wurde der Antrag, weil es laut CSU „derzeit“ keine Pläne für die Umwandlung der GmbH in eine AG gebe. „Die Betonung liegt hier bei ‚derzeit‘. Freilich hätte man dem Antrag dann auch zustimmen können. Hier ist also weiterhin höchste Vorsicht geboten“, so Christian Magerl, Abgeordneter aus Freising.


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