Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Artenreichtum statt Armut durch Ackergifte - Für eine neue Landwirtschaftspolitik

Unsere Ackerlandschaft wird immer monotoner. Hecken, Feldgehölze, Einzelbäume, Feldraine oder Weiher verschwinden aus unserer Landschaft. Die Äcker werden immer maschinengerechter um Biogasmais, Weltmarktmilch oder Exportfleisch zu produzieren.
Aber nicht nur optisch stehen wir vor einer Armut des Landschaftsbildes, in dieser Landschaft lebt auch nichts mehr. Weder Insekten noch die von ihnen lebenden Vögel wie Rebhuhn oder Feldlerche können in diesen ausgeräumten Monokulturen überleben. Vor allem die Ackergifte tragen dazu bei, dass die Monokulturen zu Todeszonen werden.
Der dramatische Rückgang der Insekten wurde vor kurzem in einer Metastudie wissenschaftlich nachgewiesen. Wenn wir unsere Artenvielfalt erhalten wollen, müssen wir dringend in der Agrarpolitik umsteuern.
„Wir haben eine Pestizidminimierungsstrategie aufgelegt, die den Verbrauch bis 2030 halbieren soll. Dazu brauchen wir aber ein anderes Bewusstsein in der Landwirtschaft. Nicht die reine Ertragsmaximierung darf das Ziel sein, sondern wir brauchen eine nachhaltige, umweltbewusste und klimaschützende Landwirtschaft. Davon ist die CSU-Staatsregierung allerdings noch weit entfernt. “ so die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl.