Land- und Forstwirtschaft und Ernährung

Ökolandbau: Unterstützung verbessern!

Mit zwei Anträgen wollten die Grünen im Agrarausschuss die Förderung des Ökolandbaus verbessern. Beide Anträge wurden jedoch von der CSU-Fraktion abgelehnt.

Das bayerische Landwirtschaftsministerium hat Ökomodellregionen ausgerufen, um Erzeugung und Absatz heimischer Öko-Lebensmitteln zu steigern. Dafür sollen Gemeinden, mit Hilfe eines Projektmanagers, innovative Maßnahmenvorschläge erarbeiten. Leider hatte die Idee einige Geburtsfehler: Die Förderung wurde auf zwei Jahre begrenzt. Das Projekt ging schleppend voran, weil der Start in eine sehr schwierige Phase fiel, in der unklar war, wie sich die europäische Agrarpolitik entwickelt und wie hoch die Förderung im Ökolandbau sein würde. Jetzt, da die Situation klarer ist, läuft die Förderung in nur mehr einem Jahr aus und viele angeschobene Ideen und Initiativen drohen wieder zu verkümmern. Durch eine Verlängerung der Förderung könnten diese Projekte dagegen aufleben.

Ein zweiter Antrag beschäftigt sich mit ökologischen Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Hier fallen sehr viele, sehr sinnvolle Direktvermarktungs-Initiativen durch das Raster der Förderrichtlinie. Schuld ist einerseits die zu hohe Mindestfördersumme von 5000 €, andererseits strukturelle Probleme, die eine Förderung ausschließen. Hier gilt es die Richtlinie an die Praxis anzupassen, damit diese sehr engagierten Gemeinschaften unterstützt werden können.

Obwohl beide Anträge von der CSU abgelehnt wurden, deutete beim ersten Antrag der Vertreter der Staatsregierung zumindest an, dass eine Verlängerung der Laufzeit der Ökomodellregionen beabsichtigt werde.

„Es wäre schön, wenn sich die CSU-Fraktion im Ausschuss intensiver mit unseren Anträgen beschäftigen würde und nicht alle reflexhaft ablehnt. Unsere Beträge sind immer sinnvolle Überlegungen zur Förderung der bayerischen Landwirtschaft“, so die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl.