Landwirtschaft

Lebensgrundlage Boden – mehr Bodenschutz für Bayern!

Das Jahr 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Aus gutem Grund: Weltweit gehen fruchtbare Böden durch Erosion verloren, werden vergiftet oder versiegelt.

Defizite im Bodenschutz gibt es auch in Bayern, deshalb haben die Grünen ein Paket mit acht Anträgen zum besseren Schutz der Böden eingebracht.

Die Anträge, die im Agrarausschuss und im Umweltausschuss des Landtages behandelt wurden, decken eine Reihe wichtiger Bodenschutzprobleme in Bayern ab.  Die Anträge betreffen die Flächenversiegelung durch Gewerbeflächen, den Schutz wertvoller Ackerböden vor Bebauung, die Altlastenproblematik, den Schwermetalleintrag durch Phosphatdünger, die Bodenerosion im Maisanbau oder die Bodenverdichtung. Bodenschutzprobleme, die in Bayern seit Jahrzehnten bekannt sind und gegen die zu wenig unternommen wird.  Dazu gekommen ist die große Bedeutung organischer Moorböden für den Klimaschutz, bei der ein weiterer Antrag engagierteres Handeln der CSU-Staatsregierung zur Renaturierung dieser Kohlenstoffsenken fordert.

Lediglich zur Aufnahme des Klimaschutzes in das Bundesbodenschutzgesetz konnte sich die CSU durchringen. Die Ablehnung der übrigen Anträge im Agrar- und Umweltausschuss zeigt, dass die Bedeutung der Böden trotz UN –Jahr zum Schutz der Böden in der CSU noch nicht wahrgenommen wurde.

Die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl dazu: „Wir leben von unserem Boden. 90% unserer Lebensmittel werden darauf erzeugt. Es ist erschreckend, wie rücksichtslos wir auch in Bayern mit dem Boden umgehen. Leider ist Bodenschutz bei der CSU immer noch kein Thema.“